„Tutti Fluti and Friends“ : Stimmgewalt und muntere Flötentöne

Ein Hoch auf die Flötenmusik: Das Querflöten-Ensemble „Tutti Fluti and Friends“ mit Leiterin Elke Andersen (links vorne) begeisterte in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde.
Ein Hoch auf die Flötenmusik: Das Querflöten-Ensemble „Tutti Fluti and Friends“ mit Leiterin Elke Andersen (links vorne) begeisterte in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde.

Musik und Temperaturen brachten die Gäste beim Konzert von „Tutti Fluti and Friends“ zum Kochen.

shz.de von
07. Juli 2015, 07:00 Uhr

Neumünster | Sommerkonzert in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, das heißt: fröhliche Musik mit Anspruch. Diesmal hatten die Organisatoren das Neumünsteraner Querflöten-Ensemble „Tutti Fluti and Friends“ und das noch junge A-cappella-Ensemble „Quintessenz“ geladen.

In den Genuss munterer Flötentöne und stimmgewaltiger Sänger kamen am Sonnabend nicht nur die Kirchenbesucher, auch die Nachbarn an der Tizianstraße konnten der fröhlichen Musik lauschen. Grund hierfür war nicht etwa eine übermäßige Lautstärke, im Kirchenraum war es schlicht und einfach zu heiß, und deshalb wurden kurzerhand alle Fenster und Türen geöffnet. Ein wenig Luftzug für die Kirchenbesucher, feine Musik für die Nachbarn.

„Wir freuen uns, dass Sie am vielleicht heißesten Tag des Jahres so zahlreich erschienen sind“, begrüßte Elke Andersen die 100 Gäste. Kenntnisreich und sehr sympathisch führte die Leiterin des Flötenensembles in jedes der insgesamt elf dargebotenen Stücke ein. So zum Beispiel in Edvard Griegs „In der Halle des Bergkönigs“. Andersen erzählte kurz die Geschichte des Peer Gynt, um dann gemeinsam mit den 17 Flötistinnen sämtliche Raffinessen des Stückes herauszuarbeiten. Die dynamische Steigerung vom leisen, langsam gespielten Anfang der Liedes bis hin zu den schlagenden Akkorden beim Angriff auf Peer Gynt gelang den Musikerinnen ausgesprochen gut.

Das sollte sich auch bei den folgenden Stücken nicht ändern. Warme, weiche Klänge, in den Höhen nicht zu schrill, begleiteten Rondo und Air aus der „Abdelazer Suite“ von Henri Purcell ebenso wie das Potpourri Jerry Bocks „Fiddler on the Roof“. Letzteres bedachte das Publikum mit langem Applaus.

„Das ist so schöne Musik“, hieß es aus den Reihen der Zuhörer. Es war ein einhelliges Lob, das nicht nur den Flötistinnen galt. Auch die Beiträge des fünfköpfigen A-cappella-Ensembles „Quintessenz“ wurden mit tosendem Applaus bedacht.

Martin Fuhrmann, Matthias Broy, Jenny Peters, Dani Sieck-Mitzloff und Benno Rübsamen haben erst im November letzten Jahres als Ensemble zusammengefunden. Unter der Leitung von Tatjana Großkopf ist bereits ein beachtliches Repertoire von Klassik, Pop und internationaler Volksmusik entstanden. Die Freude am Singen spürte man bis in die letzten Stuhlreihen. „Ihr habt eine tolle Ausstrahlung“, lobte Elke Andersen die Sänger nach deren erstem öffentlichen Auftritt.

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