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Maxim Kowalew Don Kosaken : Stimmen wie Glockengeläut erfüllten die Kirche

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Maxim Kowalew Don Kosaken präsentierten bei ihrem dritten Besuch in der Stadt vor rund 300 Zuschauern russische Volksweisen, Balladen und Legenden.

Neumünster | Ein Kosakenchor mit seinen tiefen Bassstimmen und seinen brillanten Tenorphasen passt ausgesprochen gut in eine Kirche und lässt so richtig die russische Seele erklingen. Da dieser Gesang auch in Deutschland zahlreiche Anhänger hat, war das Konzert der Maxim Kowalew Don Kosaken am Sonntag in der Bugenhagenkirche am Hansaring nahezu ausverkauft.

Knapp 300 Zuhörer saßen im Kirchenschiff und auf der Empore. Die sieben Sänger um Maxim Kowalew befinden sich derzeit auf ihrer Europatournee unter dem Titel: „Ich bete an die Macht der Liebe“. Das war zugleich ein Lied in ihrem Programm, das die Zuhörer unbedingt hören wollen.

Die Kowalew-Kosaken gastierten bereits zum dritten Mal in der Stadt. In ihrer Liedfolge spannten sie einen Bogen von oft mehreren hundert Jahre alter russisch-orthodoxer Sakralmusik bis hin zu russischen Volksweisen, Balladen und Legenden. Aber auch europäische Klassik wie „Ave Maria“ (Bach/Gotenod) war Teil des Programms.

Die Sänger brillierten mit perfekter Harmonie, gepaart mit melancholischer Intensität, sodass ihre Lieder zu einem echten Hörgenuss wurden. Als sie die bekannten „Abendglocken“ sangen, glaubten die Besucher wirkliches Glockengeläut zu hören. Schon bei der Ankündigung des Liedes ging ein erstes Raunen der Besucher durch die Kirche. Mit „Suliko“, einem Volkslied aus Georgien, oder „Oj pri Iuschku“ huldigten sie der Liebe. Ein zweiter Teil war dem Kosakenerbe vorbehalten, wobei das Lied „Ihal Kosak sa Dunajem“ im Zentrum stand. „Stenka Rasin“ und „Eintönig klingt ein Glöckchen“ sowie „Marusja“ und „Katjuschka“ mussten dabei sein. Der „Heilige Baikalsee“ ist zwar von der Kosakenregion weit entfernt, bot dem Chor aber die Chance, seine volle Stimmgewalt darzubieten.

Beeindruckend war auch, dass jeder Sänger sich als Solist in das Konzert einbrachte. Sakraler und weltlicher Gesang verschmolz zu einem besonderen Klangerlebnis in der Bugenhagenkirche. Lang anhaltender Beifall belohnte die Sänger.

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