Bescherung : Stiftung hilft dem Weihnachtsmann

Bescherung in der Schule: Stolz präsentieren  Gibrael (von  links), Nolan, Mehmed, Orhan, Darmin und Younes   ihre Weihnachtsgeschenke.
1 von 2
Bescherung in der Schule: Stolz präsentieren Gibrael (von links), Nolan, Mehmed, Orhan, Darmin und Younes ihre Weihnachtsgeschenke.

Gerisch-Stiftung überreichte Geschenke an 48 Vicelinschüler

shz.de von
23. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Die Legende ging so: Am späten Sonntagabend malte Willi Bühse von der Gerisch-Stiftung noch ganz hoch unter dem Dach der Villa Wachholtz an seinem neuen Weihnachtsbild, als er plötzlich ein lautes Poltern hörte. Als er aus dem Fenster sah, lag vor der Villa ein riesiger Sack mit einem großen Zettel dran: „Vi234b“. Natürlich wussten der Künstler und die Hausherrin Brigitte Gerisch sofort, für wen der Sack vom Weihnachtsmann bestimmt war: Vi steht für Vicelinschule, 23 für 23 Kinder, 4b für die Klasse 4b.

Nicht alle 23 Jungen und Mädchen der 4b der Vicelinschule mochten die Geschichte so recht glauben, was ihre Freude über die Weihnachtsgeschenke aber nicht im Geringsten schmälerte. Mit strahlenden Augen nahmen sie ihr Päckchen aus den Händen von Brigitte Gerisch, Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek und weiteren Weihnachtsmann-Assistenten entgegen.

Bereits im fünften Jahr in Folge bereitete die Gerisch-Stiftung – mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Sponsoren – den Kindern der beiden vierten Klassen an der Vicelinschule damit eine unverhoffte Weihnachtsüberraschung.

Insgesamt 48 Pakete wurden den Kindern überreicht. Brigitte Gerisch und ihre Mitstreiter hatten dazu seit November wieder Dutzende von Sponsoren angesprochen und sie um ein Geschenk für die Mädchen und Jungen gebeten. Leider werde das immer schwieriger, da es mittlerweile zahlreiche Aktionen ähnlicher Art gebe, sagte die Initiatorin der Aktion. Was in den bunten Päckchen verpackt ist, bleibt noch ein Geheimnis. Denn natürlich dürfen die Weihnachtspakete erst an Heiligabend ausgepackt werden.

Die Vicelinschule als fester Partner der Aktion ist kein Zufall: Der Stadtteil gilt als sozial schwach. Dass sehr viele Kinder gar kein Weihnachten feiern, weil sie nicht in einer christlich geprägten Familie leben, spielt dabei keine Rolle. Schulleiter Martin Schiller formulierte das bei der Bescherung so: „Die Kinder hier sind dankbar für jede Zuwendung.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen