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Himmelsschauspiel : Sternschnuppen sorgen für Feuerwerk

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Noch bis zum 12. Januar kommt die Erde einem großen Meteorstrom nahe / Besonders viele Sternschnuppen gibt es von Mittwoch bis Sonntag

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 07:45 Uhr

Wenn morgen Abend der Jahreswechsel gefeiert wird, sind nicht nur bunte Raketen am Himmel zu sehen. Rechtzeitig zum neuen Jahr beteiligt sich auch ein Meteorstrom mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde an den Feierlichkeiten.

„Auf seinem Weg um die Sonne trifft unser Heimatplanet regelmäßig auf kleinere Gesteinsbrocken und Kometenüberreste. Wir Menschen sehen dann für den Bruchteil einer Sekunde eine helle Leuchtspur am Himmel. Dabei verglühen die kleinen Staubkörner aus dem Weltall in der Erdatmosphäre“, erklärt der Leiter der Sternwarte am Hahnknüll, Marco Ludwig.

Besonders spannend wird es, weil die Erde auf einen der vier großen Meteorströme des Jahres trifft. Neben den sogenannten Sommer-Sternschnuppen der Perseiden, den Leoniden im November und den Geminiden im Dezember gibt es auch noch den weniger bekannten Meteorstrom der Quadrantiden. „Das Besondere ist dabei, dass all diese Meteorströme in ihrem Maximum sogar mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar werden lassen“, sagt Ludwig.

Diese Meteorströme sind nach dem jeweiligen Sternbild benannt, aus dessen Richtung sie scheinbar kommen. So scheinen die Perseiden aus dem Perseus, die Leoniden aus dem Löwen und die Geminiden aus den Zwillingen zu kommen. Der Name der Quadrantiden geht jedoch auf ein Sternbild zurück, das es heute nicht mehr gibt.

„Die 88 heute offiziell anerkannten Sternbilder gehen auf einen Beschluss der Internationalen Astronomischen Union aus dem Jahr 1922 zurück. Damals hat man das Sternbild ,Mauerquadrant’, das auf ein astronomisches Messinstrument des Mittelalters zurückgeht, nicht berücksichtigt. Stattdessen finden wir an gleicher Stelle in der Nähe des Großen Wagens das Sternbild ,Bärenhüter’. Nur der Name des Meteorstroms weist noch auf das frühere Sternbild hin“, erläutert Ludwig.

Sofern das Wetter mitspielt, besteht bis zum 12. Januar Gelegenheit, eine Quadrantiden-Sternschnuppe zu sehen. Die größte Aktivität erwartet der Leiter der Sternwarte allerdings zwischen dem 1. und dem 5. Januar, also von übermorgen an bis Sonntag. „In der Nacht zum 4. Januar könnten in den frühen Morgenstunden sogar bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar werden. Bei früheren Beobachtungen wurden sogar bis zu 200 Sternschnuppen pro Stunde gesichtet“, so Ludwig.

Christian Lipovsek

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