Schulförderung : Stein-Schule ist Vorbild beim digitalen Lernen

Laudator Prof. Dr. Christian Filk (von links) und Ministerin Britta Ernst übergaben den Preis an Schulleiter Olaf Hubert, seine Stellvertreterin Maike Schubert und Informatik-Lehrer Lars Röscheisen.
Laudator Prof. Dr. Christian Filk (von links) und Ministerin Britta Ernst übergaben den Preis an Schulleiter Olaf Hubert, seine Stellvertreterin Maike Schubert und Informatik-Lehrer Lars Röscheisen.

Gemeinschaftsschule darf sich über ein Preisgeld von 21.000 Euro freuen

shz.de von
29. Mai 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Die Freiherr-vom-Stein-Schule darf sich beim „Lernen mit digitalen Medien“ ab sofort Modellschule nennen und über ein stolzes Preisgeld von 21  000 Euro freuen. Die Gemeinschaftsschule an der Schillerstraße gehört zu den zwölf Preisträgern, die gestern von Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst ausgezeichnet wurden. „Die digitale Zukunft hat längst begonnen – Schule muss da mithalten“, sagte die Ministerin bei der Preisverleihung im Gästehaus der Landesregierung.

820 Schulen aus Schleswig-Holstein waren zur Teilnahme aufgerufen, 111 reichten ihre Anträge ein. Bei der Freiherr-vom-Stein-Schule befasst man sich schon seit Jahren mit dem Thema. Die Schule ist Mitglied im bundesweiten Netzwerk der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und beim Schulprojekt „Media matters“ des Instituts für Medienbildung der Flensburger Uni dabei.

„Wir haben fünf Jahre lang für das Projekt digitales Lernen gespart und bereiten das seitdem mit der Stadt vor“, sagte der kommissarische Schulleiter Olaf Hubert. „Unsere IT-Abteilung hat dabei sehr intensiv mitgeholfen. Die Landesförderung jetzt ist natürlich super“, freute sich auch Schuldezernent Günter Humpe-Waßmuth über den warmen Geldregen aus Kiel.

Die Fachjury überzeugen konnte die Stein-Schule mit einem Konzept aus digitalen Angeboten. „Alle papiergebundenen Lernmaterialien werden digitalisiert und durch Lern-Apps angereichert. So entsteht ein digitaler Klassenschrank“, sagte Olaf Hubert. Die neue Lern-Plattform soll für die Schüler auch von zu Hause aus erreichbar sein, in der Schule selbst können sie durch den WLAN-Zugang mit ihren eigenen Geräten wie Smartphones oder Tablet-Computern in das Lernnetzwerk gelangen.

Die Freiherr-vom-Stein-Schule hofft jetzt, möglichst schnell an das schnelle Internet via Glasfaserkabel angeschlossen zu werden. „Digitale Kompetenzen sind heute unabdingbar“, pflichtete Olaf Hubert der Bildungsministerin bei. Er machte aber auch klar: „Wir schaffen die Lehrer nicht durch das Internet ab.“

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