zur Navigation springen

Deutscher Schulpreis : Stein-Schule hofft auf den großen Wurf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Schule ist beim Deutschen Schulpreis erstmals unter den Top 20. Der Sieger gewinnt stolze 100 000 Euro Preisgeld

von
erstellt am 23.Jan.2014 | 05:00 Uhr

Die Freiherr-vom-Stein-Schule hat es im Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis 2014 quasi ins Halbfinale der besten 20 Schulen im Land geschafft und fiebert schon dem Besuch der Jury am 26. und 27. Februar entgegen. Bis zu 15 Schulen werden nominiert und dürfen zur Preisverleihung nach Berlin fahren. Der Sieger bekommt 100 000 Euro Preisgeld!

Fünf weitere Schulen dürfen mit je 25 000 Euro rechnen, alle weiteren nominierten Schulen bekommen Anerkennungspreise von je 2000 Euro. Mit dem Deutschen Schulpreis zeichnen die Robert-Bosch-Stiftung und die Heidehof-Stiftung unter dem Motto „Dem Lernen Flügel verleihen“ seit 2006 alljährlich besonders gute Schulen für ihre innovativen Ideen und Konzepte aus.

Mit ihnen überzeugte die Stein-Schule offenbar die Juroren in der Vorauswahl. „Wir freuen uns riesig. Das bestätigt unsere pädagogische Arbeit“, sagte Schulleiter Lars Hansen. Die Stein-Schule bewarb sich mit ihren seit 2009 eingeführten offenen Unterrichtsformen. Wesentliche Elemente sind der neue Unterrichtstakt (es gibt keine festen „Stunden“ à 45 Minuten mehr), jahrgangsübergreifende Klassen und seit diesem Schuljahr auch ein fächerübergreifender Unterricht in der Unterstufe. Letzteres interessiert auch Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Waltraud Wende, die sich deshalb am kommenden Mittwoch zu einem Besuch angesagt hat.

„Die Preisträger beim Deutschen Schulpreis haben ein hohes Renommee in der Bildungslandschaft. Auch wir haben uns in der Vergangenheit an solchen Leuchttürmen orientiert“, sagte Hansen. Unter dem Namen „Schullabor“ arbeitet die Stein-Schule an einem Modellprojekt für das jahrgangsübergreifende Lernen mit. „Auch die Mitbestimmung steht bei uns ganz oben“, sagte Hansen. So gibt es an der „Stein“ mit zurzeit 600 Schülern und 45 Lehrern nicht nur eine Schülervertretung, sondern auch Mittel- und Oberstufenräte sowie Teamräte in jeder Klasse. Auch darauf ist Hansen stolz: „Schüler mit einem besonderen Förderbedarf sind bei uns voll integriert.“

Das Fell des Bären sieht Hansen aber noch nicht erlegt. „Deutscher Meister wird man nicht im ersten Jahr. In die Endrunde zu kommen, wäre schon ein Riesenerfolg“, sagte er. Andere Schulen benötigten dafür 15 bis 20 Jahre, die Sieger kamen bisher zumeist aus den südlichen Bundesländern. Aber der Norden holt auf: 2013 siegte die Anne-Frank-Schule aus Bargteheide. Den Preis überreichte damals Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen