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Holsteinischer Courier

26. September 2017 | 23:50 Uhr

Boostedt : Steigt Boostedt aus dem Amt aus?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Gerücht war Thema auf der Amtsausschusssitzung.

Boostedt | In Boostedt brodelt einmal mehr die Gerüchteküche. Gemeindevertreterin Marina Weber (FWB) hat auf Facebook die Diskussion zu dem eventuellen Ausstieg der Gemeinde Boostedt aus dem Amt angestoßen.

Grund dafür sei die Unzufriedenheit einzelner Gemeindevertreter mit der Arbeit der Amtsverwaltung. „In Erwägung gezogen wird dabei auch, dass sich die Gemeinde zukünftig die Verwaltungsleistungen bei der Stadt Neumünster einkaufen könnte“, erklärte Marina Weber auf Anfrage.

Die Frage des Groß Kummerfelder Bürgermeisters Jörg Wrage (CDU) an die Boostedter Vertreter auf der Sitzung des Amtsausschusses am Donnerstag, ob an diesem Gerücht etwas dran sei, blieb jedoch unbeantwortet. Denn Wolfgang Brückner, Fraktionsvorsitzender der Boostedter CDU, erklärte dazu lediglich, dass er sich grundsätzlich nicht zu Kommentaren im Internet äußere. Und auch sein Fraktionskollege Harald Köster wollte keine Stellungnahme zu diesem Thema abgeben.

Dass es Differenzen zwischen der Amtsverwaltung und Vertretern der Gemeinde Boostedt gebe, bestätigte dagegen Bürgermeister Hartmut König (CDU) auf Anfrage. „Ich weiß, dass die Boostedter Fraktionen Kritik an der Amtsverwaltung üben. Und ich kenne auch das Gerücht. Deshalb habe ich jetzt alle Bürgermeister am 8. Juni zu einem Gespräch eingeladen. Denn bisher hat sich noch niemand konkret dazu geäußert. Aber ich hoffe, dass wir die Probleme in einem offenen Gespräch gemeinsam lösen können“, sagte er.

Auf der Tagesordnung des Ausschusses standen ansonsten nur Mitteilungen an. So berichtete der Leitende Verwaltungsbeamte Sven Plucas, dass in der Erstaufnahmestelle in Boostedt zurzeit rund 120 Personen untergebracht seien. Das sei eine Auslastung von sechs Prozent. „Im Amtsgebiet wohnen aktuell 58 Personen. Davon leben 47 Personen in der Gemeinde Rickling. Um eine Konzentration an einzelnen Standorten zu vermeiden, sollten sich auch die anderen Gemeinden Gedanken über die Unterbringung von Asylsuchenden machen. Denn noch hat der Kreis die Zahl von 170 Personen für das Jahr 2016 nicht nach unten korrigiert“, erklärte er. Des Weiteren teilte Plucas mit, dass der Einbau der Digitalfunkgeräte in die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren im Juni beginnen soll. Vom Ausschuss beschlossen wurde die Anschaffung einer neuen Software für das Sozialamt (23 000 Euro). Grund dafür ist, dass das bisherige Programm vom Hersteller nicht mehr weiterentwickelt wird.  

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