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Premiere : Statt-Theater: Neues Theaterstück mit Gruselfaktor

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stück über die Grenzen von Genie und Technik, Schönheit und innere Werte / Irrer Erfinder will einen Menschen erschaffen / Schneiderinnen sind Auftragskiller

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2014 | 15:00 Uhr

Neumünster | Tief unter der Erde lebt der seltsame Grimbart in seinem Labor, ist zwar potthässlich, aber auch ein genialer Erfinder. Weil er die Schwanenkönigin leidenschaftlich liebt, sie ihn aber nicht, will er sich eine Ersatzfrau erschaffen – und braucht eine ganz besondere Zutat. Er beauftragt die Schneiderinnen; das sind bildhübsche Frauen, die tagsüber nähen und weben und nachts zu Auftragskillern werden. In diese gruselige Welt entführt das neue Stück des Statt-Theaters „Invidia – es ist die Schönheit, die uns Menschen so berührt“. Die Premiere ist am Sonnabend, 1. November, um 19 Uhr am Haart 224.

Neben der vordergründigen Handlung um das Frankenstein-Motiv geht es in dem Stück auch um Philosophisches – was ist Schönheit? Was macht einen Menschen aus? Ist Aussehen ein Indikator für den Wert eines Menschen, wie es beim „Lookismus“ diskutiert wird?

Das Stück schrieb Jörger Fischer, der bereits das ebenfalls gruselig-nachdenkliche „Schmetterling“ 2012 ersann. Vom Genre her ist „Invidia“ – lateinisch „Neid“ – dem Steampunk zuzuordnen, einer literarischen Richtung, bei der Industriezeitalter und Zukunft aufeinander treffen und ein Bild von der Zukunft entsteht, wie sie sich Menschen in einer vergangenen Zeitepoche vorgestellt haben könnten. Typische Vertreter des Steampunk sind Jules Verne und H.G. Wells – und Grimbart hat Erfindungen ersonnen, durch die er der Welt Wohlstand und Frieden bescherte. Doch wie weit darf ein Genie gehen?

Karten kosten 10/8 Euro; es gibt sie in der Buchhandlung Clément, Kuhberg 9, im Kaufhaus Holstenstraße 9 und im Internet unter www.statttheater.de.

Weitere Aufführungen: 8./15./29.11. (sonnabends, 19 Uhr) sowie 9./16./30.11. (sonntags, 17 Uhr).

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