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Pedale statt PS : Startschuss für die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Verkehrsminister Reinhard Meyer wirbt mit der AOK Nordwest und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club dafür, das Auto auch mal stehen zu lassen.

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erstellt am 02.Jun.2015 | 06:00 Uhr

Neumünster | Verkehrsminister Reinhard Meyer gab gestern als Schirmherr auf dem Betriebshof der Stadtwerke höchstpersönlich den Startschuss für die landesweite Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Mit diesem Slogan rufen die Krankenkasse AOK und der Fahrradclub ADFC bereits zum 12. Mal dazu auf, bis Ende August an mindestens 20 Arbeitstagen das Auto stehen zu lassen und aufs Fahrrad umzusteigen.

„Radfahren schont die Umwelt und den eigenen Geldbeutel und ist ein Beitrag zur eigenen Gesundheit“, warb Meyer für die Aktion und mehr Radverkehr in Schleswig-Holstein. Das Land wolle in diesem Jahr gemeinsam mit den Kommunen Modellprojekte wie „Bike & Ride“, also den Umstieg auf Rad und öffentliche Verkehrsmittel, fördern. Das Fahrrad sei zudem ein fester Bestandteil der Tourismusstrategie.

Für Thomas Haeger, den Landesdirektor der AOK Nordwest, ist das Rad schon längst „mehr als ein reines Freizeitobjekt“. Inzwischen fahre jeder vierte Erwerbstätige in Schleswig-Holstein mit dem Rad zur Arbeit. 2014 beteiligten sich mehr als 20  000 Schleswig-Holsteiner an der Fahrradaktion.

Attraktive Gewinne bilden auch in diesem Jahr wieder einen Anreiz zum Mitmachen. Die Teilnahmeunterlagen gibt es im AOK-Kundencenter, beim ADFC oder im Internet unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de. Dabei wird auch wieder das fahrradfreundlichste Unternehmen gesucht.

Neumünster und die Stadtwerke gerieten nicht ganz zufällig in den Fokus als Auftaktschauplatz der Aktion. „Neumünster im Zentrum des Landes spielt auch in puncto nachhaltige Mobilität eine zentrale Rolle“, sagte der ADFC-Landesvorsitzende Heinz-Jürgen Heinemann. Klar, dass sich die Radler-Lobbyisten vom ADFC in Neumünster für die Einrichtung einer Fahrradstation am Bahnhof stark machen.

Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ passe gut zum betrieblichen Gesundheitsmanagement der Stadtwerke, sagte deren Geschäftsführer Matthias Trunk. Der SWN-Chef schwang sich beim Anklingeln der Aktion mit etlichen Mitarbeitern in den Fahrradsattel und trat medienwirksam in die Pedale.

Als besonderer Anreiz für eine Teilnahme winken den Stadtwerkemitarbeitern Extra-Gutscheine eines Fahrradgeschäfts. Außerdem kommt zweimal im Monat Ulf Groffmann als „Fahrrad-Doktor“ an die Bismarckstraße. Der frühere Stadtwerke-Mitarbeiter betreibt in Tungendorf einen kleinen Fahrradladen mit Werkstatt und erledigt bei den Stadtwerken kleinere Rad-Reparaturen. Die Kosten dafür übernehmen die Stadtwerke.


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