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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 06:38 Uhr

FEK : Startschuss für den zweiten Bauabschnitt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sozialministerin Kristin Alheit übergab Fördermittelbescheid des Landes über 27 Millionen Euro

von
erstellt am 23.Apr.2017 | 09:00 Uhr

Neumünster | Das Baufeld für das neue Bettenhaus am Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) ist schon freigeräumt. Und auch finanziell steht dem zweiten Bauabschnitt des Krankenhausneubaus jetzt nichts mehr im Wege. Sozial- und Gesundheitsministerin Kristin Alheit übergab gestern einen Fördermittelbescheid des Landes über 27 Millionen Euro. Damit erhöht sich die Fördersumme des Landes für den zweiten Bauabschnitt von 38,3 auf 65,3 Millionen Euro. Damit werde das FEK als Schwerpunktversorger für die Stadt und die Region „fit gemacht für die Zukunft“, sagte die Ministerin.

„In die Planung ist schon viel Schweißarbeit geflossen“, machte Matthias Lau als Vorsitzender des FEK-Aufsichtsrats deutlich. Das Investitionsvolumen beim zweiten Bauabschnitt umfasst insgesamt 78,1 Millionen Euro plus noch einmal 2,8 Millionen Euro für einen Hubschrauberlandeplatz. „Das Land unterstützt mit 65 Millionen, die Differenz von 15 Millionen muss das FEK aus eigener Ertragskraft finanzieren“, erläuterte Lau. Dafür und wegen des Umbaus im laufenden Betrieb seien große Anstrengungen nötig. Lau: „Wir sind stolz, dass wir seit Jahren schwarze Zahlen schreiben.“

FEK-Geschäftsführer Alfred von Dollen erläuterte, was jetzt entsteht. Der Neubau umfasst neben einem weiteren viergeschossigen Bettenhaus eine interdisziplinäre Intensiveinheit mit Schlaganfallstation, einer Palliativstation, der Radiologie und der neuen zentralen Notaufnahme mit einem Sprechstundenbereich für ambulante Patienten. „Wir machen wie andere Häuser die Erfahrung, dass die Zahlen bei ambulanten Notfallpatienten zunehmen“, sagte von Dollen. Ihre Behandlung entwickle sich zum „Flaschenhals mit langen Wartezeiten. Der Neubau wird für diesen Bereich ein Befreiungsschlag“, so von Dollen.

Matthias von Appen als Technischer Leiter im FEK nannte weitere Details: Das L-förmige Bettenhaus lehnt sich spiegelbildlich zum schon bestehenden Bettenhaus an den Altbau an, ist im Aufbau aber etwas anders. Im Erdgeschoss ist die Psychiatrie angesiedelt, darüber die Innere Medizin, Geriatrie, eine neurologische Station und eine Infektionsstation für mindestens zwölf Patienten, die dort isoliert untergebracht werden können. Man trage damit dem gestiegenen Bedarf an Isolierraum Rechnung.

Der Neubau ersetzt das bisherige Haupthaus aus den 1970er-Jahren. Derzeit laufen die Ausschreibungen für den ersten Teilabriss. Der historische Altbau am Sachsenring bleibt erhalten und wird in das Baukonzept integriert. Bisher wurden schon rund 75 Millionen Euro im ersten Bauabschnitt verbaut. „Geplant waren ursprünglich knapp über 60 Millionen Euro“, sagte Alfred von Dollen. Ein Grund für die gestiegenen Kosten sind auch die gestiegenen Anforderungen. „Die Planbettenzahl für das Jahr 2020 wurde auf 668 festgelegt“, sagte Ministerin Alheit. Die Ausgangslage waren einmal 571 Betten.

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