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Industriegebiet Süd : Startschuss für das 15-Millionen-Projekt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gestern begannen die Erdarbeiten für die Stückgutumschlaganlage von Voigt-Logistik am Donaubogen im Industriegebiet Süd

von
erstellt am 20.Jun.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Am Donaubogen im Industriegebiet Süd fuhren die Lkw und Ackerschlepper gestern fast im Fünf-Minuten-Takt vor. Auf einem 125  000 Quadratmeter großen Areal, das direkt an die Südumgehung zur Autobahn 7 grenzt, baut Voigt-Logistik Schleswig-Holsteins größte Stückgutumschlaganlage und den neuen Hauptverwaltungssitz für die Voigt-Gruppe.

„Zwei Monate lang wird die Erde abgefahren und Kies aufgefüllt“, sagte Unternehmer Henning Voigt, der nach eigenen Angaben etwa 15 Millionen Euro in das Projekt investiert. Voigt: „Wir haben einen Erschließungsvertrag mit der Stadt geschlossen, um das Vorhaben zu beschleunigen.“ In der Praxis heißt das: Voigt hatte die Erschließungsstraße mit den drei Abfahrten und dem Wendehammer nach Maßgabe der Stadt, aber in eigener Regie gebaut. Bei der Stadt erklärte Jan Duve von der Tiefbauabteilung, dass die Ausschreibung der weiteren öffentlichen Erschließungsarbeiten noch laufe. Zurzeit würden die Angebote geprüft. Nicht nur Voigt-Logistik baut am Donaubogen, die Meierei Barmstedt plant hier ein großes Käsewerk (der Courier berichtete).

Das Stückgutterminal von Voigt wird 10  000 Quadratmeter Umschlagfläche haben, auf dem Grundstück ist zudem ein Bürotrakt mit 4000 Quadratmetern Fläche für die Hauptverwaltung der Voigt-Gruppe geplant. „Das ist die bisher größte Investition in unserer Firmengeschichte – verbunden mit 20 neuen Arbeitsplätzen“, sagte Voigt. An den Neumünsteraner Standorten am Krokamp, wo die Lagerlogistik ausgebaut werden soll, an der Lahnstraße, der Gadelander Straße, am Donaubogen und in den gemieteten Dependenzen an der Industriestraße in Einfeld und der Tungendorfer Straße werden dann 350 Mitarbeiter für Voigt tätig sein.

Der Bauzeitplan sieht vor, dass im August/September die ersten Stützen für die neuen Hallen aufgestellt werden. Die Fertigbetonteile dafür werden schon jetzt produziert. „Am 1. April 2018 wollen wir operativ starten“, sagte Henning Voigt. Für mögliche Erweiterungen gebe es auf dem Grundstück noch genügend Reserveflächen.

Ein Clou werden die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Terminals und die Strom-Speicheraggregate sein. „Wir betreiben unsere hochmodernen Stapler und Flurfördergeräte und auch die LED-Beleuchtung in der Halle dann mit selbst erzeugtem Solarstrom“, sagte Voigt und sieht sein Unternehmen gut gerüstet für das Zukunftsthema E-Mobilität. Er rechnet damit, das Gros des benötigten Stroms selbst erzeugen zu können. Das wichtigste Pfund der neuen Umschlaganlage ist jedoch die Verkehrsanbindung. „Man muss nicht durch die Stadt fahren und ist ohne eine Ampel direkt auf der Autobahn“, so Henning Voigt.

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