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Holsteinischer Courier

15. Dezember 2017 | 03:57 Uhr

Integration : Starthilfe ins Berufsleben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Türkische Gemeinde hilft jungen Migranten mit gezielter Fortbildung. 35 Absolventen erhielten ihre Zertifikate

von
erstellt am 03.Dez.2013 | 07:00 Uhr

Feierstunde bei der Türkischen Gemeinde an der Christianstraße: 35 junge Neumünsteraner mit ausländischen Wurzeln feierten dort gestern den Abschluss eines halbjährigen Aufbaukurses, der ihnen im Arbeitsmarkt neue Chancen eröffnen soll.

Sechs Monate lang hatten die jungen Frauen und Männer aus Neumünster und dem Umland – jeweils auf ihre Vorkenntnisse abgestimmt – an ihren Deutschkenntnissen gefeilt, Schulwissen aufgefrischt, PC-Kenntnisse erworben oder sich im Rollenspiel auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet. Die Schulung soll ihnen helfen, jetzt möglichst eigenständig den Weg ins Berufsleben zu finden. „Viele Absolventen haben während der Schulung Vertrauen in sich gewonnen und können jetzt selbst initiativ werden“, hofft Nilgün Kiroglu von der Türkischen Gemeinde, die das Projekt in Neumünster in enger Zusammenarbeiten mit dem Jobcenter organisiert hat.

Die „Berufliche Integration von langzeitarbeitslosen Migranten in Schleswig-Holstein“ (BIMSH), so der etwas sperrige Titel des Programms, wird vom Europäischen Sozialfonds finanziert und kann durchaus Erfolge vorweisen. Von den rund 120 jungen Männern und Frauen bis 25 Jahren, die seit 2011 die Bildungsbausteine von BIMSH an den drei Standorten Kiel, Lübeck und Neumünster durchlaufen haben, hat etwa jeder Dritte nach dem Abschluss den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Von den 52 Teilnehmern, die 2013 in Neumünster die Aufbauschulung durchliefen, schafften das bislang elf Teilnehmer.

Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth, der gestern gemeinsam mit Nilgün Kiroglu und Sylke Utes vom Jobcenter die Abschlusszertifikate überreichte, versuchte den jungen Menschen Mut zu machen. Der Arbeitsmarkt werde in naher Zukunft aufnahmefähiger, die die Chancen in Arbeit zu kommen steigen, sagte der Stadtrat voraus.

Gleichzeitig lobte der Sozialdezernent das Engagement der Türkischen Gemeinde bei der Migrantenschulung. Die Gemeinde hat die Schulung nicht nur maßgeblich organisiert, sondern auch Kontakte zu zahlreichen Firmen hergestellt, deren Chefs selbst Migranten sind, um zusätzliche Praktikumsplätze für die jungen Menschen zu gewinnen.

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