Rendswühren : Start ist in Neuenrade

Timo Bülk (von links) von der Tiefbau-Firma Stuhr, Daniel Schön vom Zweckverband und Heiner ter Veer von der Tiefbau-Firma informierten über den Glasfaser-Ausbau.
Timo Bülk (von links) von der Tiefbau-Firma Stuhr, Daniel Schön vom Zweckverband und Heiner ter Veer von der Tiefbau-Firma informierten über den Glasfaser-Ausbau.

Die Einwohner hatten viele Fragen zum schnellen Internet.

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02. April 2018, 08:00 Uhr

Rendswühren | Wann kommt das schnelle Internet? Wie geht es weiter mit den alten Verträgen? Was ist mit den Außenbereichen? Um diese Fragen ging es vorwiegend bei der Einwohnerversammlung, zu der Rendswührens Bürgermeister Dr. Thomas Bahr geladen hatte. Mit 100 Bürgern war es voll bis auf den letzten Platz im Hof Viehbrook.

„Wir sind im Zeitplan, wetterbedingt hängen wir zwar acht bis zehn Wochen hinterher, aber das ist einkalkuliert“, gab Daniel Schön vom Zweckverband Breitbandversorgung im Kreis Plön bekannt. Im Oktober soll Rendswühren mit Glasfasernetz versorgt sein. Der erste Bauabschnitt ist bereits zu einem Viertel fertig, mit dem zweiten wurde parallel vor drei Wochen begonnen. „Zunächst werden die Innenlagen ausgebaut, dann die Außenlagen. Wenn Sie einige Monate nichts von uns hören, lassen Sie sich nicht entmutigen, das ist ein Riesenprojekt“, beruhigte er. Von der Außenlage betroffen sind 25 Häuser östlich der Kreisstraße 6 an der Bundesstraßen 430. Damit sie auch mit der Glasfaser versorgt werden können, rät Daniel Schön, eine Interessenbekundung abzugeben und die Feinplanung abzuwarten. „Dabei wird auf das einzelne Objekt geschaut. Manchmal tauchen zum Beispiel Leerrohre auf, die wir nutzen können. Deshalb sind wir im Gespräch mit dem Bürgermeister“, so Daniel Schön. Wenn die durch sind, gibt es per Post Kostenvoranschläge.

Viele Bürger beschäftigte der Umgang mit alten Anbietern (der Courier berichtete), so beklagte jemand: „Mein Vertrag läuft jetzt aus, und die Telekom besteht auf einen Zwei-Jahres-Vertrag, ich will aber nicht so lange doppelt zahlen.“ Die Antwort von Daniel Schön: „Das ist rechtswidrig. Sie haben gesetzlich ein Recht auf einen Zwölf-Monats-Vertrag. Er riet: „Suchen Sie sich Anbieter, bei denen man monatlich kündigen kann.“

Timo Bülk, Projektleiter der Tiefbaufirma Stuhr, erklärte, dass in den nächsten zwei Wochen mit den Hausanschlüssen begonnen wird. „Dafür kommen wir zunächst für eine Begehung zu Ihnen nach Hause. Sie müssen sich entscheiden, ob Sie den Anschluss im Keller oder oberirdisch haben wollen“, sagte er. „Was ist, wenn eine Gasleitung auf dem Grundstück liegt?“, interessierte einen Hausbesitzer. „Das prüfen wir vor Ort, wir haben die Versorgerpläne dabei und entscheiden dann, ob wir durch die Erde ‚schießen‘ oder einen Graben für das Kabel legen“, erklärte Stuhr-Mitarbeiter Heiner ter Veer. Ein 20-Meter-Abzweiger von der Hauptleitung zum Haus ist in der Bauleistung inklusive. „Dafür braucht man aber Genehmigungen“, erinnerte Daniel Schön. „Nach der Begehung der Techniker fängt der Tiefbau an zu arbeiten“, sagte Timo Bülk. Los geht es in Neuenrade/Hollenbek, dann ist Schipphorst dran.

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