Grosses Projekt : Start für ein Drei-Millionen-Projekt

Tonnenweise Schotter liegt bereits auf dem Brachgelände hinter der Jet-Tankstelle (im Hintergrund) an der Altonaer Straße. Er stammt von der Baustelle der Holsten-Galerie in der Innenstadt, wie Dennis Zwandulla, Projektverantwortlicher bei der Gwan Holding für die geplante Waschanlage erklärt.
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Tonnenweise Schotter liegt bereits auf dem Brachgelände hinter der Jet-Tankstelle (im Hintergrund) an der Altonaer Straße. Er stammt von der Baustelle der Holsten-Galerie in der Innenstadt, wie Dennis Zwandulla, Projektverantwortlicher bei der Gwan Holding für die geplante Waschanlage erklärt.

Die Gwan Holding will noch im Juli mit dem Bau hinter der Jet-Tankstelle beginnen / Wirtschaftsagentur-Chefin begrüßt die Neuansiedlung

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04. Juli 2014, 05:00 Uhr

Neumünster | Der chinesische Geschäftsmann Gang Wang will mit seiner am Ilsahl sitzenden Firma Gwan Holding die neue Waschanlage an der Altonaer Straße hinter der Jet-Tankstelle bauen und betreiben. „Wir investieren 3 Millionen Euro und schaffen vorerst fünf neue Arbeitsplätze“, sagt der Projektverantwortliche Dennis Zwandulla. Baustart soll noch in diesem Monat sein. „Wir wollen spätestens im November eröffnen“, so Zwandulla.

Das Vorhaben hatte für einige Diskussionen in Wittorf gesorgt, nicht zuletzt weil es zwischenzeitlich hieß, es entstehe eine große Waschanlage auch für Laster (der Courier berichtete).

„Das stimmt definitiv nicht“, stellt Zwandulla nun klar. Er erklärt, die Gwan Holding habe das gesamte rund einen Hektar große Gelände bereits 2013 von der Emil Köster Grundstücksgesellschaft gekauft. Auf rund 5500 Quadratmetern sollen nun eine Waschstraße für Autos, ein moderner SB-Waschbereich mit Freiwaschplatz für Wohnmobile und zwölf Staubsaugerplätze entstehen. Für den rückwärtigen Bereich des Geländes ist zu einem späteren Zeitpunkt der Bau von Büros und Geschäftsräumen vorgesehen. Um das Gelände eben zu machen, liegt bereits tonnenweise Schotter auf dem Gelände. Er stammt vom Abbruch des Courier-Gebäudes auf der Baustelle der Holsten-Galerie in der Innenstadt.

Für Verzögerungen in den Planungen sorgten allerdings Asbest im Boden und die geschützte rote Waldameise. „Den Asbest hat eine Fachfirma entsorgt und die Ameisen wurden von der Ameisen-Schutzwarte Nord aus Hamburg umgesiedelt“, so Zwandulla. Er betont, zu den Anliegern pflege die Gwan Holding einen engen Kontakt. So ist zum Parkplatz des benachbarten McDonalds eine Durchfahrt geplant, auch die Jet-Tankstelle soll mit eingebunden werden. Ziel sei ein Multi-Service-Zentrum, in dem der Kunde essen, tanken und sein Auto waschen kann.

Bedenken über zu viel Lärm oder ein Verkehrschaos auf der Altonaer Straße räumt Zwandulla beiseite. Zwar soll die Anlage an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein, „die Waschstraße aber ist hochmodern und sehr leise. Außerdem endet der Betrieb maximal um 20 Uhr“, sagt er.

Dass es in der Nachbarschaft der neuen Anlage bereits weitere Waschstraßen und -plätze gibt, sieht Zwandulla kaufmännisch sportlich: „Konkurrenz belebt das Geschäft. Außerdem gibt es auf der Altonaer Straße genug Verkehr.“

Iris Meyer, Chefin der Wirtschaftsagentur, begrüßt die Neuansiedlung: „Das ist sehr erfreulich und zeigt, dass das mittlerweile geschlossene Chinese Business Center für gute Kontakte nach China gesorgt hat, die nach wie vor positive Auswirkungen zeigen. Auch wenn wir leider keine Mitarbeiterin mehr haben, die chinesisch spricht, lässt das Interesse aus dem Land an Neumünster nicht nach.“ Auf den Standort Altonaer Straße habe die Wirtschaftsagentur aber keinen Einfluss genommen. Meyer: „Das war eine Unternehmensentscheidung, in die wir uns nicht einmischen.“

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