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Starkes Wahlergebnis für das Bündnis für Bürger

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Das Bündnis für Bürger (BFB) gehört mit einem Gesamtergebnis von 6,1 Prozent (1528 Stimmen) zu den Gewinnern der Gemeindewahl. Mit dem Ergebnis hat das BFB auch deutlich die Linkspartei (3 Prozent) hinter sich gelassen, aus der sich das BFB vor Jahren nach Querelen losgesagt hatte. Trotzdem blickte Fraktionschef Jörn Seib im Rathaus zunächst weniger euphorisch auf die Ergebnis-Projektion an der Wand.

"Zehn Prozent habe ich mir schon gewünscht", sagte er. Kurz darauf revidierte er und gab dann doch zu, dass er mit dem Ergebnis "hochzufrieden" sei: "Nach oben ist immer mehr zu holen. Aber für das erste Mal können wir wirklich stolz auf uns sein. Wir danken den 1528 Bürgern, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben", sagte Seib. Das Ergebnis sei jetzt ein Fundament, auf dem man aufbauen könne, meinte der BFB-Chef weiter.

Seine Partei habe diesen Erfolg auch verdient. "Wir haben stark und toll gekämpft. Alle unsere Mitglieder waren hochmotiviert und viel im Einsatz. Das wurde auch von vielen Menschen an unseren Infoständen gelobt", erzählte der BFB-Mann.

Dass im Endeffekt "nur" 6,1 Prozent für seine Partei herausgesprungen sind, liege seiner Meinung nach unter anderem an der historisch niedrigen Wahlbeteiligung. "Es ist ein Desaster, dass es den großen Parteien nicht gelungen ist, mehr Wähler an die Urnen zu locken", meinte Seib. Andererseits könne er die Bürger gut verstehen. "Schuld ist die Politik, die in der Vergangenheit betrieben wurde", wetterte er und erinnerte an die Bürgerversammlung in der Stadthalle zum Thema Einkaufszentrum, "bei der man 1000 Bürger verprellt" habe. Nun wolle man die Situation nach der Wahl parteiintern besprechen und darauf warten, welche Schritte die großen Parteien tun werden.

Große Enttäuschung gab es am späten Abend doch noch: Während es zunächst so aussah, dass es die NPD nicht schaffen würde, erfuhr Jörn Seib am Telefon, dass ab sofort doch ein Vertreter der umstrittenen Partei mit im Rat sitzen werde. "Ich bin sprachlos und schockiert. Das ist eine große Katastrophe für unsere Stadt", betonte Seib und konnte noch nicht sagen, wie seine Partei damit künftig umgehen werde.

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