Erster Kinder- und Jugendbeirat in Neumünster : Starker Start des neuen Beirats

Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger (von rechts) mit Erol Cem Kiroglu, Alice Hakimy und Malte Stöltera.
Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger (von rechts) mit Erol Cem Kiroglu, Alice Hakimy und Malte Stöltera.

Der Kinder- und Jugendbeirat hat sich konstituiert und Erol Cem Kiroglu zum Vorsitzenden gewählt.

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16. Mai 2018, 07:09 Uhr

Für Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger war es nach eigenen Worten „Neuland“, für die 15 Jugendlichen, die im Sitzungssaal des Rathauses um sie herumsaßen, nicht minder: Gestern konstituierte sich der erste Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Neumünster. Zentraler Tagesordnungspunkt dabei: die Wahl des Vorstandes. Aus ihr ging Erol Cem Kiroglu als erster Vorsitzender hervor. Malte Stöltera und Alice Hakimy wurden zu seinen Stellvertretern gewählt.

In der Sitzung bestätigte sich, was bereits im Vorfeld erkennbar war: Die Jugendlichen, die sich zur Wahl gestellt hatten, wollen anpacken. Fünf Jugendliche aus dem Gremium bewarben sich sofort für die Wahl des ersten Vorsitzenden, zwölf beziehungsweise zehn von ihnen wollten erster oder zweiter Stellvertreter werden. Entsprechend lange dauerte es mit der Premierenwahl, die zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Jugendarbeit sowie Angehörige der Nachwuchspolitiker verfolgten. Denn für jeden Posten gab es einen eigenen geheimen Wahlgang.

Letzte Amtshandlung der Stadtpräsidentin, die sich über die tolle Wahlbeteiligung von 25,4 Prozent und den vorbildlichen Geschlechterproporz (acht Jungen, sieben Mädchen) freute, war an diesem Spätnachmittag die Verpflichtung der drei Vorstände, dann übergab sie an Erol Cem Kiroglu. Der 17-Jährige aus Tungendorf übernahm zunächst etwas schüchtern, doch schon bei der Verpflichtung sämtlicher Beiratsmitglieder entwickelte er schnell Routine. Dann konnte er mit Unterstützung von Christina Regner vom Kinder- und Jugendbüro zur inhaltlichen Arbeit überleiten.

Dabei stand Organisatorisches im Vordergrund. Es zeigte sich eine Präferenz für den Donnerstag als Sitzungstag, an dem die Teilnahme an Ausschusssitzungen vorbereitet werden soll. Und ein Wunsch wurde klar artikuliert: Die Mitglieder wollen respektvoll und ohne Ausgrenzung miteinander umgehen.

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