zur Navigation springen

Tagung : Starke Hilfe und Beratung rund um die Familie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Familienzentren nehmen immer mehr Fahrt auf – 60 Fachleute tauschten im KIN Erfahrungen aus

Neumünster | Rund 60 Fachleute aus den Bereichen Familienhilfe und Frühkindliche Bildung haben gestern im Lebensmittelinstitut KIN an der Wasbeker Straße über die Zukunft der Familienzentren diskutiert und Erfahrungen aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg miteinander ausgetauscht.

Dass die Tagung in Neumünster stattfand, ist nicht ganz zufällig. Neumünster gilt bei der Umsetzung des vom Land unterstützten Konzeptes als „Vorreiter“ im Lande, wie Bianca Dechow, stellvertretende Referatsleiterin im Kieler Sozialministerium, gestern am Rande der Tagung unterstrich.

Bereits 2008 starteten in Neumünster mit der Ruthenberger Rasselbande, dem Familienzentrum Einfeld, dem Schwedenhaus am Meßtorffweg und der katholischen St.-Elisabeth-Kita die ersten vier Einrichtungen nach dem neuen Konzept, das Kita-Erziehung und Familienhilfe enger miteinander verknüpfen, möglichst unter einem Dach vereinen soll. Erst im vergangenen Mai kam das Familienzentrum St. Bartholomäus am Wernershagener Weg hinzu. Das sechste Familienzentrum soll in einem 4,7-Millionen-Euro-Neubau an der Werderstraße entstehen, ist organisatorisch aber bereits im Aufbau.

Seit 2014 wird der Auf- und Ausbau neuer Familienzentren vom Sozialministerium mit jährlich rund 2,5 Millionen Euro für Personal unterstützt, hinzu kommen Anschubfinanzierungen für Investitionen. Auch Neumünster profitiert erneut von der Förderung: Das Familienzentrum an der Werderstraße, das Jugendzentrum, Kita sowie Beratungs- und Begegnungsstätte unter einem Dach bündeln soll, gibt es zwar bislang erst als Entwurf, das Land finanziert aber bereits eine Koordinatorin, die Arbeit und Angebote im Zentrum steuern soll.

Der eigentliche Reiz des Familienzentrums besteht dabei in der Chance, gerade Familien und Eltern ansprechen zu können, die für Unterstützungsangebote etwa von ASD, den Akteuren der Frühen Hilfen oder anderen Beratungsstellen nur schwer zu erreichen sind. „Eltern etwa mit Problemen bei der Erziehung scheuen oft den Weg aufs Amt, finden aber leicht Vertrauenspersonen in ihrer Kita“, nennt Jörg Asmussen, Leiter vom Fachdienst Frühkindliche Bildung, ein Beispiel.

In vielen Fällen haben sich die Kitas durch unterschiedliche Angebote für die ganze Familie darüber hinaus zu Begegnungszentren gemausert, die soziales Miteinander und Integration im Quartier fördern.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 30.Apr.2016 | 15:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen