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Boostedt : Stankat verlässt die politische Bühne

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Mai wird der 57-Jährige seine Ämter niederlegen.

Boostedt | Der langjährige Gemeindevertreter Manfred Stankat wird zum 31. Mai seine Ämter niederlegen und aus der aktiven Boostedter Kommunalpolitik ausscheiden. Dies bestätigte der 57-jährige SPD-Politiker jetzt auf Anfrage.

Bereits Ende vergangenen Jahres habe er seine Fraktion und Anfang Januar dann auch Bürgermeister König (CDU) darüber informiert. Als Grund für seinen Schritt nannte Stankat ein persönliches Jubiläum. „Im Mai engagiere ich mich genau 25 Jahre kommunalpolitisch in Boostedt. Nach beinahe 2000 Terminen, vielleicht 10 000 Briefen und E-Mails sowie mehr als zehn Metern Aktenordner soll es für mich jetzt mal gut sein. Es gibt ja noch Anderes im Leben“, begründete er seinen Entschluss.

Außerdem habe er als Leiter des Jugendamtes Segeberg eine intensive Aufgabe, die ihn voll und ganz fordere. „Und die eigenen Kräfte werden mit den Jahren ja auch nicht mehr. Diesem Umstand muss man irgendwann Rechnung tragen“, erklärte er.

Manfred Stankat wurde 1990 erstmals als bürgerliches Mitglied in den Finanzausschuss gewählt. Seit 1994 nimmt er sein Mandat in der Gemeindevertretung wahr, der er bis heute als inzwischen „dienstältestes“ Mitglied angehört. 1998 wurde Stankat zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt, und er findet: „Das ist ein wunderbares Amt, aus dem heraus man zusammen mit Politik und Verwaltung enorm viel für das Gemeinwesen gestalten und erreichen kann.“

Auch wenn seitdem die Wahlausgänge in Boostedt immer knapp und spannend waren, eine weitere Wahl ins Bürgermeisteramt gelang Stankat seit 2003 nicht. Zweimal unterlag er seinem Vorgänger und Nachfolger Rüdiger Steffensen (CDU). Mit diesem habe ihn jedoch nicht nur der Wettbewerb um das erste Amt in der Gemeinde, sondern auch persönliches Vertrauen und Gemeinsamkeit in vielen Sachfragen verbunden. Dies gelte ebenso für Holger Reichardt (SPD), der ihn stets unterstützt und sich mit großem Fleiß und ruhiger Beharrlichkeit um alle öffentlichen Angelegenheiten Boostedts verdient gemacht habe.

Stankat scheidet nach eigenen Angaben ohne Verdruss oder besonderen Anlass aus seinen Ämtern aus. Insbesondere die aktuelle Situation um die Flüchtlingsaufnahmestelle sowie die anstehende Konversion des Kasernengeländes nach Abzug der Bundeswehr habe nichts mit seiner Entscheidung zu tun.

Seine Nachfolge werde künftig auf mehrere Schultern gut verteilt. Die SPD habe für die Fraktion und die kommunalen Ämter folgende Besetzung vorgesehen: Bernd Schauer als Fraktionsvorsitzender, Helga Heine als erste stellvertretende Bürgermeisterin, Birgit Vonderschmitt als Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses und Heino Christophersen für den Amtsausschuss. Reinhard Kiske rückt als Listennachfolger in die Gemeindevertretung nach. Als bürgerliche Mitglieder sollen zudem Hans-Heinrich Duggen in den Schul- und Kulturausschuss und Holger Reichardt in den Ausschuss für Konversion und Gemeindeentwicklung einziehen.

Seine Wünsche für die Gemeindepolitik lauten: „Lasst den Parteienstreit ums Dorf nach. Einigt Euch auf eine gemeinsame Wahlliste mit den besten Frauen und Männern. Schafft vier von sechs Ausschüssen ab. Vertraut die Details der Verwaltung an. Und geht abends früher nach Hause!“  



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