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Islandpferde : Stafettenreiter kehrten in Ehndorf ein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ziel der Reiter ist die Islandpferde-Weltmeisterschaft.

shz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 14:34 Uhr

Ehndorf | „Islandpferde sind gelassen, robust und sehr bequem“, lobte Peter Kames die vielseitig begabte Pferderasse gestern auf dem Gestüt Heesberg in Ehndorf. Neben ihm saßen acht Reiter im Sattel, um sich nach einem ausgiebigen Frühstück um 11 Uhr auf den Weg Richtung Wiemersdorf zu machen. 22 Kilometer, und damit ein durchschnittlicher Tourentag beim Staffettenritt zur Islandpferde-Weltmeisterschaft, lagen vor den Pferdefreunden.

Peter Kames nimmt seit zehn Jahren am traditionellen Stafettenritt teil. „Bisher habe ich immer nur Teilabschnitte begleitet“, sagte der Mönchengladbacher. „Jetzt, da ich Rentner bin, reite ich erstmals die gesamte Strecke auf deutschem Boden mit“, freute sich der 65-Jährige. Am 2. Juli übernahm Kames die Stafette mit den eingerollten Grußworten an der deutsch-dänischen Grenze bei Ellund von der dänischen Delegation. Ende des Monats wird er sie an der deutsch-holländischen Grenze an die Niederländer übergeben, die wiederum die Stafette hoch zu Ross nach Oirschot bringen, wo am 8. August die Islandpferde-Weltmeisterschaft stattfinden wird.

„Der Islandpferde-Reiter- und Züchterverband (IPZV) veranstaltet den Stafettenritt nun bereits zum zehnten Mal“, sagte Corinna Langer vom IPZV Nord. „Je nach Austragungsort der vorherigen und der kommenden Weltmeisterschaft ist der Weg jedes Mal ein anderer. Was bei jedem Stafettenritt bleibt, ist der Austausch unter den Reitern und der Spaß am Reiten in der Natur.“

„Wir veranstalten kein Distanzreiten auf Zeit“, ergänzte Elisabeth Wetzstein. „Beim Stafettenritt geht es gemütlich zu. Der Weg ist das Ziel“, sagte die Schweizerin, die den Ritt von Anfang an mit ihrem Mann Hans-Peter im Tourenbus begleitet und dokumentiert. Ihre Isländer lassen die beiden während dieser Zeit zu Hause in Winterthur. Zu strapaziös wäre die Fahrt für die Pferde. „Wir wollen aber gerne dazu beitragen, Islandpferde in der breiten Bevölkerung bekannter zu machen“, erklärte Elizabeth Wetzstein ihr Engagement. Ein Staffettenritt sei da eine tolle Sache.

Helmut Bramesfeld muss nicht mehr überzeugt werden. Der Neumünsteraner wurde 2015 Weltmeister im Speedpass, einer typischen Islandpferde-Gangart.

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