zur Navigation springen

Einheitliches Design : Städtische Fahrzeugflotte soll weiß werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nur die Fahrzeuge von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger sind schwarz.

shz.de von
erstellt am 05.Jun.2016 | 14:00 Uhr

Neumünster | Ende des Monats ist es wieder soweit: Ein Jahr ist um. Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras erhalten einen neuen Dienstwagen. Geleast, nicht gekauft. Eine große Überraschung wird es bei den Fahrzeugen mit den Kennzeichen NMS-OB 200 und NMS-SP 201 nicht geben: Es bleibt bei einem schwarzen Mercedes für Tauras, Schättiger wechselt nur die Farbe, von grau auf schwarz. Beide haben wieder einen Hybrid-Antrieb.

„Ausgesucht wird nach der Ökobilanz und dem Raum auf den Rücksitzen, um Gäste zu fahren. Der Komfort ist zweitrangig. Alle Premium-Anbieter haben jedes Mal wieder die gleiche Chance“, erklärt Thorald Röse, der seit  fast 20 Jahren in der Zentralen Verwaltung für die Dienstfahrzeuge zuständig ist. 22 Pkw umfasst der Pool der Stadtverwaltung – ohne die Feuerwehr und das Technische Betriebszentrum. „Da ist alles an Größen und Marken dabei, vom 50 PS starken VW Lupo bis zur 204 PS-Karosse des Verwaltungschefs, von Gasantrieb bis zum Diesel“, sagt  Röse. 15 dieser Autos stehen allen Mitarbeitern nach Anmeldung zur Verfügung, die restlichen sieben sind zweckgebunden, etwa das Alarm-Kfz für das Gesundheitsamt oder das Handwerker-Fahrzeug.

Auch die Wagen der Stadtpräsidentin und vom OB dürfen nur von den beiden selbst gefahren werden. Oder  von ihren Fahrern Joachim Moor (58) und Uwe Pries (61), die sonst in der Botenmeisterei beschäftigt sind. In 20 Jahren fuhr Pries bisher fünf  Stadtoberhäupter zu Terminen.  Moor kennt in seinen 14 Jahren als Chauffeur dagegen nur Hartmut Unterlehberg und Olaf Tauras. Erlebt haben beide schon einiges. Angefangen von den Polen, die sich bei einem Besuch in  Gizycko (Lötzen) vor etwa 18 Jahren als Fremdenführer ausgaben, um den Mercedes zu klauen, bis hin zum Passanten, der erst vor kurzem den Wagen der Stadtpräsidentin mit einem Taxi verwechselte und nach Kiel gefahren werden wollte.

Moor und Pries sind sich einig: Beide aktuellen Stadtoberhäupter sitzen gerne vorne und  sind angenehme Mitfahrer. Während der OB öfters seinen Laptop oder das Telefon zückt und sich auf Termine vorbereitet, „kann man sich mit Frau Schättiger sehr nett über Gott und die Welt unterhalten“, sagt Uwe Pries. Übrigens: Auch wenn die Chefs mal aus Termindruck drängeln sollten: Zu schnell gefahren sind die beiden Chauffeure in all den Jahren so gut wie nie. „Das müssten sie auch selbst bezahlen“, sagt Thorald Röse.

Mindestens einmal in der Woche werden die beiden Chef-Dienstwagen gereinigt, alle anderen Wagen einmal im Monat.

Wenn jetzt Dienstfahrzeuge ausrangiert werden, so wie der älteste, der 15 Jahre alte Ford Focus, gibt es noch eine weitere Vorgabe: Die Neuen müssen weiß sein. „Damit sie ins städtische Design passen“, sagt Röse. Insgesamt soll die Flotte, die vor vier Jahren aus den einzelnen Ämtern in die Zentrale Verwaltung zusammengezogen wurde, noch verkleinert werden. „Wir sind im Gespräch mit Car-Sharing-Anbietern. Vielleicht gibt es hier am Rathaus bald einen Standort“, sagt Röse.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen