Enkeltrick : Stadtwerke und Polizei warnen vor Telefonbetrügern

So wie in dieser nachgestellten Szene versuchen die Täter übers Telefon das Vertrauen der meist älteren Leute zu gewinnen.
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So wie in dieser nachgestellten Szene versuchen die Täter übers Telefon das Vertrauen der meist älteren Leute zu gewinnen.

Mit einer miesen Masche versuchen Gauner Senioren das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Polizei registriert zwölf neue Fälle

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18. Januar 2014, 06:00 Uhr

Bislang Unbekannte versuchen wie schon im Dezember, mit dem sogenannten Enkeltrick vor allem von älteren Bürgern Geld zu ergaunern.

Polizeisprecher Rainer Wetzel teilte gestern mit, dass am Donnerstag im Verlauf des Tages insgesamt zwölf solcher Anrufe bei der Polizei in Neumünster gemeldet wurden. Bei jedem dieser Anrufe versuchte der Täter glaubhaft zu machen, dass er der Enkel des Betroffenen sei. Er forderte aus unterschiedlichen Gründen Geld. „Zum Glück gelang es ihm in den bekannt gewordenen Fällen nicht, zum Erfolg zu kommen. Einige Angerufene beendeten das Gespräch sofort, als ihnen der Anruf zweifelhaft und nicht plausibel erschien“, lobt Polizeisprecher Rainer Wetzel das Verhalten der Angerufenen. Er bittet Betroffene, die einen Anruf erhalten haben, sich umgehend bei der Polizei zu melden. „Im Zweifel sollte immer genügend Zeit sein, sich mit einem Anruf bei seinen Verwandten rückzuversichern“, so Wetzel.

Auch die Stadtwerke (SWN) warnen aus aktuellem Anlass vor dubiosen Geschäften an der Haustür oder am Telefon, bei denen günstige Stromverträge vermittelt werden sollen. Dabei geben die Betrüger vor, mit den Stadtwerken zu kooperieren. „Das ist eine sehr unseriöse Masche und entbehrt jeder Grundlage“, sagt SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt. Das Unternehmen arbeite weder vertrieblich mit anderen Unternehmen zusammen noch habe es Aufträge an Firmen verteilt, um Kunden zu werben. „Wenn wir unsere Kunden ansprechen, machen wir dies schriftlich oder laden zum persönlichen Gespräch ins Kundenzentrum ein“, so Schmidt.

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