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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 19:22 Uhr

Grossflecken : Stadtwerke sollen früher bauen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Bauausschuss will eine Umgestaltung aus einem Guss und übt Druck auf die SWN aus.

von
erstellt am 06.Dez.2015 | 18:30 Uhr

Neumünster | Die Umgestaltung des Großfleckens könnte sich erneut verzögern. Der Bauausschuss weigerte sich in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend geschlossen, den von der Bauverwaltung vorgelegten Zeitplan für die Umgestaltung abzusegnen. Der Unmut der Politik richtete sich dabei allerdings weniger gegen die Bauverwaltung als vielmehr gegen die Stadtwerke.

Denn nach Auskunft der Verwaltung wollen die SWN erst in fünf oder sechs Jahren mit der Erneuerung der Fernwärmeleitung auf dem Großflecken beginnen. Auch aus Sicht der Stadtverwaltung ist das ein denkbar unglücklicher Zeitpunkt, wie Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras in der Sitzung deutlich machte: „Wir würden die Stadtwerke gern verpflichten, früher loszulegen“, sagte der OB.

Das kann sie zwar nicht, aber der politische Druck auf die SWN stieg im Bauausschuss doch beträchtlich: „In zwei Jahren soll der Großflecken fertig sein, und drei Jahre später reißen die SWN ihn wieder auf? Das kann nicht sein!“, ereiferte sich unter anderem Thomas Michaelis (CDU). Noch deutlicher wurde Franka Dannheiser: „Die Stadtwerke müssen sich einreihen“, forderte die SPD-Bauexpertin.

Einstimmig forderte der Ausschuss die Stadt auf, mit den SWN über eine Verknüpfung der Bauarbeiten nachzuverhandeln. Die Verlegung der Glasfaserkabel, die Erneuerung der Fernwärmeleitungen und die Umgestaltung des Großfleckens sollen möglichst in einem Aufwasch abgewickelt werden. Dass sich die Fertigstellung des neu gestalteten Großfleckens durch die erwünschte Bündelung der Arbeiten insgesamt nach hinten verschieben könnte, will der Ausschuss dabei bewusst in Kauf nehmen.

Nach dem derzeitigen Zeitplan will die Stadt im ersten Quartal 2016 mit den Kanal- und Leitungsarbeiten auf dem Großflecken beginnen, die dann voraussichtlich Anfang 2017 in die eigentliche Umgestaltung übergehen sollen. Die Details dazu stehen allerdings noch nicht fest. Um die Behinderungen für Geschäfte und Passanten möglichst gering zu halten, will die Stadt überwiegend mit kleinen Baustellenabschnitten operieren und auf größere Absperrungen möglichst verzichten. Um für die Neupflasterung des Großfleckens freies Baufeld zu erhalten, sollen in 2016 alle Kanäle auf dem Großflecken überprüft und gegebenenfalls erneuert werden.

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