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Holsteinischer Courier

19. November 2017 | 21:12 Uhr

Querelen : Stadtwehrführer lässt sein Amt ruhen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Feuerwehrverband bleibt auch nach Jens Stöltens Entscheidung handlungsfähig. Hoffnung auf kurze Übergangsphase

von
erstellt am 14.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Das ist folgerichtig und war zu erwarten: Nachdem Jens Stölten infolge interner Querelen sein Amt als stellvertretender Wehrführer in Neumünster Mitte ruhen lässt, teilte Stadtsprecher Stephan Beitz jetzt mit, dass Stölten „auch erstmal das Amt des Stadtbrandmeisters ruhen“ lasse.

Der Vorstand des Stadtfeuerwehrverbandes als Dach der sechs Freiwilligen Wehren Mitte, Einfeld, Gadeland, Wittorf, Tungendorf-Stadt und Tungendorf-Dorf bleibt aber voll handlungsfähig. Stölten hat mit Heiko Kaack, dem Gadelander Wehrführer, und Martin Pagels, stellvertretender Wehrführer in Einfeld, gleich zwei Stellvertreter. Zudem gibt es mit Holger Jebe einen hauptamtlichen Geschäftsführer für die Arbeit im Stadtfeuerwehrverband, der rund 400 Freiwillige Feuerwehrleute in Neumünster vertritt.

In der Freiwilligen Wehr Neumünster Mitte übernimmt am Montag vorübergehend Brandamtmann Marc Kotyniok von der Berufsfeuerwehr die Verantwortung (der Courier berichtete). Die Berufsfeuerwehr hatte sich als Schlichter angeboten, nachdem die persönlichen Probleme in der Wehr Mitte bereits im Sommer zum Rücktritt des Wehrführers Torsten Petermann geführt hatten.

Auslöser der Probleme sind nach Courier-Informationen auch strittige Personalentscheidungen in der Wehr Neumünster Mitte, die durch die Fusion der beiden Freiwilligen Feuerwehren Brachenfeld und Stadtmitte entstanden ist. Jens Stölten, der erst im April die Nachfolge von Dr. Klaus-Peter Jürgens als Stadtbrandmeister angetreten hatte, war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Klaus-Peter Jürgens ist jetzt Ehrenstadtbrandmeister und betrachtet die Entwicklung mit Bedauern. „Aber ich bin guter Hoffnung. Der Einsatz der Fachdienstleitung der Berufsfeuerwehr bietet die Chance, jetzt alles wieder in geordnete Bahnen zu lenken“, sagte er auf Nachfrage zum Courier. Jürgens ist sich sicher, dass Marc Kotyniok die richtigen Schritte in die Wege leiten wird. „Er wird sich informieren, in die Führungsposition einarbeiten und die entstandene Situation bereinigen“, sagte Jürgens, der große Stücke auf Kotyniok hält. „Er ist ein ganz feiner pragmatischer Typ und kennt die Situation in der Freiwilligen Feuerwehr“, sagte er.

Das Vorgehen des Fachdienstes Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sei eng mit dem Stadtfeuerwehrverband abgestimmt, betonte Heiko Kaack, der jetzt als stellvertretender Stadtwehrführer gefordert ist. Kaack: „Ich sehe es genauso wie Klaus-Peter Jürgens, dass Marc Kotyniok jetzt der richtige Mann an der richtigen Stelle ist und dass alles sehr bald wieder in den normalen Dienstbetrieb übergehen wird.“ Die Übergangsphase werde nicht lange dauern.

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