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Baupläne Seekamp : Stadtteilvorsteher tritt auf die Bremse

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sven Radestock (Grüne) möchte auch andere Nutzungen für das frühere Jugendheim am Einfelder See prüfen lassen. CDU: Kaufpreis sollte mindestens 200 Euro pro Quadratmeter betragen.

Der Plan der Stadt, das Grundstück des ehemaligen Kirchenkreisjugendheims am Seekamp für eine Wohnbebauung zu verkaufen, ist in Einfeld zurzeit das Gesprächsthema. „Ich bin von vielen Einfeldern angesprochen worden“, sagte der neue Stadtteilvorsteher Sven Radestock (Grüne).

Er trat zugleich auf die Bremse. „Ich möchte die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses bitten, noch keine Grundsatzentscheidung zu fällen“, sagte Radestock. Zuvor sollten auch andere Nutzungen in Erwägung gezogen werden. Denkbar sei etwa ein Seniorenheim mit einem öffentlich zugänglichen Park.

Der Vorschlag der Verwaltung sieht eine Dreiteilung des Grundstücks in bester Villenlage vor. Zuerst möchte die Stadt das knapp 3100 Quadratmeter große Teilstück verkaufen, auf dem das seit 2005 leer stehende Jugendheim steht. Es kann abgerissen werden, damit auf einem genau festgelegten Baufeld eine Eigentums- oder Mietwohnungsanlage mit bis zu zwei Vollgeschossen entstehen kann. Die Vergabe soll an einen Architektur- und Investoren-Wettbewerb geknüpft werden.

Die Pläne wecken bei Radestock die Befürchtung, „dass ein Riesen-Oschi“ entstehen könnte. „So ein Klotz wird den Einfeldern nicht gefallen“, sagte Radestock. Im Stadtteil seien viele seit der Bebauung der Dorfstraße mit den sogenannten Michel-Blocks sehr sensibel.

Die CDU begrüßte gestern die Ausschreibung eines Architekten- und Investorenwettbewerbs. Ratsfrau Helga Bühse forderte genaue Vorgaben im Hinblick auf die Gestaltung der Gebäude und einen Verkaufspreis von 200 Euro pro Quadratmeter. „Die zukünftige Bebauung soll sich der vorhandenen im Seekamp anpassen“, so Bühse: „Wir wollen die beste architektonische und städtebaulich ansprechendste Lösung.“ Dann könnten Nachfragen nach höherwertigem Baukomfort auch in Neumünster und nicht nur in Bordesholm, Mühbrook oder Boostedt befriedigt werden.

 

 

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erstellt am 22.Aug.2013 | 15:50 Uhr

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