Gartenstadt : Stadtteilvorsteher gibt auf

Der Stadtteilbeirat in der Gartenstadt braucht einen neuen Vorsteher: Horst Kunz (links) hat sein Amt niedergelegt.   Martin Kriese (CDU, 3. von links) und Kurt Feldmann-Jäger (SPD, 2. von rechts) wollen als Nachfolger kandidieren.
Der Stadtteilbeirat in der Gartenstadt braucht einen neuen Vorsteher: Horst Kunz (links) hat sein Amt niedergelegt. Martin Kriese (CDU, 3. von links) und Kurt Feldmann-Jäger (SPD, 2. von rechts) wollen als Nachfolger kandidieren.

Horst Kunz hört aus gesundheitlichen Gründen auf. CDU will Martin Kriese als Nachfolger, doch auch Kurt Feldmann-Jäger (SPD) tritt wieder an.

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19. November 2013, 07:00 Uhr

Nach nicht einmal drei Monaten im Amt hat Horst Kunz (CDU) den Vorsitz des Stadtteilbeirates Gartenstadt mit sofortiger Wirkung niedergelegt und scheidet komplett aus dem Gremium aus. Als Grund gab er gestern gegenüber dem Courier gesundheitliche Probleme an.

„Ich hatte mich nie vorgedrängt, dieses Amt zu bekleiden, sondern mich zur Verfügung gestellt. Doch jetzt habe ich gemerkt, dass es zu anstrengend ist“, sagte Kunz. In seinem Schreiben an die Stadt, das dem Courier vorliegt, klingt allerdings auch Groll mit. Als man ihm die Kandidatur antrug, habe er „den Argumenten getraut und zugestimmt. Dies war eine totale Fehleinschätzung meiner Persönlichkeit und meiner Erfahrungen im politischen Umgang miteinander mit fatalen Folgen für meine Gesundheit“. Er bedaure diese „Fehlentscheidung“. Ob er damit auf den missglückten Start des Beirates im August mit der Kampfabstimmung gegen Kurt Feldmann-Jäger (SPD) und den Streit ums Stadtteilfest anspielt, ließ er offen.

CDU-Fraktionschefin Babett Schwede-Oldehus dankte Kunz für seine Arbeit. „Ihm fehlt einfach die Kraft, Diskussionen zu zügeln und zu kontrollieren, deshalb respektiere ich diesen Schritt“, sagte sie. Für Kunz rückt Politik-Neuling Steffen Druschke (CDU) als bürgerschaftliches Mitglied nach.

Klar ist, dass es auf der nächsten Sitzung des Beirates am 27. November (19.30 Uhr im Gemeinschaftshaus an der Domagkstraße) erneut eine Kampfabstimmung um den Vorsitz geben wird. Denn die CDU schickt Beiratsmitglied Martin Kriese ins Rennen, für die SPD bekundete gestern Kurt Feldmann-Jäger den Anspruch auf den Posten. Er war bis zur Kommunalwahl im Mai bereits Stadtteilvorsteher und bekleidet jetzt das Amt des Stellvertreters. „Kontinuität in der Arbeit für den Stadtteil kann es nur mit mir geben“, wirbt er um die Zustimmung von Olga Fricke. Die Grünen-Politikerin ist neben jeweils drei CDU- und SPD-Mitgliedern erneut das Zünglein an der Waage. Im August stimmte sie für CDU-Mann Kunz.

Wie ihre Wahl diesmal ausfällt, ließ Olga Fricke gestern offen: „Das entscheide ich persönlich nach Rücksprache mit meiner Fraktion.“

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