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Stadtmitte : Stadtteilbeirat über Kreuz mit der Verwaltung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilparlament fühlt sich nicht ernst genommen. Dauerparker in der Brüggemannstraße sollen verschwinden

Neumünster | Das Verhältnis zwischen dem Stadtteilbeirat Stadtmitte und der Stadtverwaltung bleibt angespannt: Zürnte Stadtteilvorsteherin Antje Klein jüngst in öffentlicher Sitzung des Bauausschusses, die Beiräte würden von der Verwaltung lediglich als „notwendiges Übel“ betrachtet und entsprechend schlecht informiert, legte die SPD-Frau am Mittwochabend im Stadtteilbeirat deutlich nach: Die Bauverwaltung habe die vom Beirat gestellten Anträge und Bitten lediglich zu einem Bruchteil abgearbeitet, beschwerte sich Klein in öffentlicher Runde.

So habe die Verwaltung zwar auf Drängen des Beirats den Bauzaun rund um die Ruine des Klosterbads am Meßtorffweg wieder geschlossen, das Kernproblem des vermüllten Platzes bleibe jedoch ungelöst, sagte Klein. Es sei zu befürchten, dass der wilde Müll auf dem Gelände Ratten anlocke und damit zu einem Gefahrenherd heranwachse. Darauf habe man bislang keine Anwort der Verwaltung erhalten, monierte Klein.

Das eigentlich anstehende Thema Innenstadtkonzept wurde vom Beirat gar nicht erst angefasst, weil nur die Stadtteilvorsteherin selbst über die entsprechenden Unterlagen aus der Ratsversammlung verfügte. Der Beirat forderte die Papiere für alle Beiratsmitglieder nach. „Wir hätten es gern gesehen, wenn jemand von der Verwaltung dazu erschienen wäre“, geißelte die Stadtteilvorsteherin und schob den nächsten Fall gleich nach: Gern hätte sie dem Beirat über die Zukunft der freien Grundstücke an der Ecke Bismarckstraße / Christianstraße berichtet, sagte Antje Klein. Im Bauausschuss sei das Thema aber im nicht öffentlichen Teil verhandelt worden. „Die Stadt war offenbar der Meinung, uns geht das nichts an“, ließ Klein ihrem Frust freien Lauf.

Unterstützung gab es im Beirat für die Forderung von BFB/Piraten, die Brüggemannstraße möglichst von Dauerparkern zu befreien. Jens Ahrens forderte, einen Teil der Parkplätze „in der ständig zugeparkten Wohnstraße“ für die Anlieger zu reservieren und die übrigen Parkstreifen für Kurzzeitparker auszuweisen.

Erst in der nächsten Sitzung will sich der Beirat mit einem Vorschlag von Joachim Schoenfeld beschäftigen, die Franz-Rohwer-Straße in Jens-Rohwer Straße umzubenennen. Schoenfeld will damit an den Neumünsteraner Komponisten und Enkel von Franz Rohwer erinnern.

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erstellt am 17.Apr.2015 | 05:00 Uhr

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