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Faldera : Stadtteilbeirat steht zum Bürgerzentrum, aber nicht nur für Senioren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Falderaner wollen die geplante Begegnungsstätte am Wernershagener Weg für alle Altersgruppen haben

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2014 | 06:45 Uhr

Neumünster | Der Stadtteilbeirat Faldera untermauert seinen Wunsch nach einem offenen Bürgerzentrum. Auf der Beiratssitzung in der Gemeinschaftsschule an der Franz-Wieman-Straße begrüßten die Beiräte zwar grundsätzlich die Planungen der Stadt, das Gemeindehaus der ehemaligen St. Bartholomäus-Kirche zur Seniorenbegegnungsstätte auszubauen, zeigten sich aber zugleich enttäuscht: „Soll es nun doch nur eine Begegnungsstätte für Ältere werden? Eigentlich waren die Ambitionen höher gehängt“, sagte Beiratsvorsitzender Fred Brocksema.

Er erinnerte daran, dass sich der Beirat gegenüber der Ratsversammlung für einen Treffpunkt stark gemacht hatte, der allen Generationen im Stadtteil zugute kommen sollte. Im Seniorenbeirat, in dem das Konzept am vergangenen Dienstag erstmals öffentlich beraten worden war, war allerdings vorzugsweise von einer Seniorenbegegnung die Rede (der Courier berichtete).

Ratsfrau Franka Dannheiser (SPD) griff den Ball auf. Sie verwies darauf, dass auch Fördergelder für das Projekt einfacher zu beantragen seien, wenn alle Generationen eingebunden sind.

Damit hatte Dannheiser den Nerv einiger Besucher getroffen. „Machen Sie jetzt gar nichts für Jugendliche?“, fragte eine junge Frau besorgt. Auch Kathrin Wulff und Inge Sachs vom Netzwerk Faldera waren gekommen, weil sie im zukünftigen Begegnungszentrum einen geeigneten Treffpunkt für die 15 Akteure des Netzwerkes, darunter der Kindergarten, die Siedlergemeinschaft und die Polizei, sehen.

Der Stadtteilbeirat nahm die Einwände ernst. Einstimmig beschlossen die vier Mitglieder die Formulierungen in der Vorlage zu ändern. Statt „Begegnungszentrum für Ältere“ steht nun „Begegnungszentrum für Alle“ in dem Papier.

Noch kein Patentrezept konnte der Beirat zu den Beschwerden einiger Anlieger aus der Augustenburger Straße vorlegen, die sich über unangenehme Gerüche aus der Kanalisation beklagten. Der Beirat will dem nachgehen.

Hans Heinrich Voigt (Grüne) hat sein Mandat als Stadtteilbeirat sowohl in Faldera als auch in Wittorf mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Er will sich vermehrt seiner Arbeit als Ratsherr widmen.

 

 




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