Einfeld : Stadtteilbeirat fordert ein Behinderten-WC am See

Vandalismusschäden sind ein ständiges Ärgernis. Beim WC nahe der DLRG-Station musste gestern ein Becken ausgetauscht werden.
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Vandalismusschäden sind ein ständiges Ärgernis. Beim WC nahe der DLRG-Station musste gestern ein Becken ausgetauscht werden.

Keine der drei öffentlichen Toilettenanlagen am Einfelder See ist barrierefrei.

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05. Juni 2015, 05:00 Uhr

Neumünster | Handwerker Carsten Resener musste gestern – nicht zum ersten Mal – bei der öffentlichen Toilettenanlage nahe der DLRG-Station am Einfelder ein beschädigtes WC-Becken austauschen. Außerdem waren die Zugketten der Spülung mutwillig abgerissen worden.

Mehr noch als diese Fälle von Vandalismus ärgert den Stadtteilbeirat, dass die Stadt bislang nicht die Hürden für Behinderte beiseite geräumt hat. In einem Antrag an den Bau- und an den Sozialausschuss erneuerte die Einfelder Stadtteilvertretung daher jetzt auf ihrer Sitzung am Mittwochabend ihr schon öfter vorgebrachtes Anliegen, zumindest eine der drei öffentlichen WC-Anlage am See barrierefrei zu einem Behinderten-WC umzugestalten.

„Die Stadt sperrte sich bisher mit dem Argument: Wir haben kein Geld, der Umbau koste zu viel“, sagte der Stadtteilvorsteher Sven Radestock (Grüne). Der Stadtteilbeirat sieht das anders. In allen drei Toilettenanlagen gibt es großzügige Depoträume, die mit relativ wenig Aufwand zu behindertengerechten Zugängen umgebaut werden könnten. Hartmut Florian, der Behindertenbeauftragte der Stadt, gab sich nicht so bescheiden wie der Beirat. „Im Grunde müssten alle drei öffentlichen Toiletten umgebaut werden“, fordert er.

Einige positive Signale für weniger Barrieren am See gibt es aber doch von der Stadt: Nach einem Ortstermin mit der Bauaufsicht und der Grünflächenabteilung deutet sich an, dass ein alter Abgang an der Schanze für Rollstuhlfahrer wieder gangbar gemacht werden könnte. Außerdem sollen vier Behindertenparkplätze beim Minigolfplatz an der Dorfbucht eingerichtet werden, teilte Sven Radestock mit.

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