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Schwere Suche : Stadtrat: Ausschreibung wurde verlängert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auf ihrer Internetseite sucht die Stadt nach geeigneten Kandidaten. Möglicherweise wird Humpe-Waßmuth noch ein paar Monate ranhängen.

Neumünster | Da waren wohl noch nicht die richtigen Kandidaten dabei: Die Stadt hat die Stelle des Ersten Stadtrats noch einmal neu ausgeschrieben. Bis zum 26. Februar kann sich im Rathaus bewerben, wer die Nachfolge von Günter Humpe-Waßmuth antreten möchte.

Ursprünglich war die Bewerbungsfrist am 15. Januar abgelaufen. 17 Interessenten hatten sich gemeldet, und Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras hatte angekündigt, daraus eine Vorschlagsliste für den Hauptausschuss am 2. Februar zu machen (der Courier berichtete).

In nicht-öffentlicher Sitzung kam es dann offenbar anders. Zwei Tage später wurde die neue Ausschreibung veröffentlicht; sie steht auch auf der Internetseite der Stadt.

Als Ersten Stadtrat und damit als Stellvertreter des Oberbürgermeisters in der Stadtverwaltung sucht die Stadt demnach „eine qualifizierte Führungspersönlichkeit, die an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung die Herausforderungen einer kreisfreien Stadt zwischen gesetzlichen Vorgaben, Finanzsituation und Gestaltung einer attraktiven Stadt motiviert und kreativ meistert“, heißt es im Ausschreibungstext. Die Bewerber müssen für den höheren Dienst qualifiziert sein oder einen Hochschulabschluss haben und dazu Führungserfahrung, Durchsetzungsfähigkeit, Motivationskraft, Innovationsbereitschaft, Kreativität und Moderationsgeschick. „Erfahrungen in den Bereichen Soziales oder Jugendhilfe wären vorteilhaft“, heißt es außerdem.

Das ist bestimmt sinnvoll, denn zum Aufgabengebiet gehören der gesamte Sozialbereich, Schule und Gesundheit, aber auch die Kultur sowie Sicherheit und Ordnung und andere Ämter. In der Ausschreibung wird die Erwartung formuliert, dass der neue Stadtrat in Neumünster wohnt.

Bewerbungen von Frauen und Schwerbehinderten werden besonders begrüßt. Die Amtszeit dauert sechs Jahre, vergütet wird nach Besoldungsgruppe B3/B4 (Grundgehalt ab 7410 Euro). Zwar ist das Vorschlagsrecht der Parteien für die Stadträte längst abgeschafft, aber in der Praxis liegt die Suche nach dem Sozialdezernenten trotzdem bei der SPD-Fraktion. Dafür durfte die CDU nach dem Kämmerer Ausschau halten und wird „ihren“ Mann Oliver Dörflinger auch wieder für eine zweite Amtszeit durchbringen (der Courier berichtete).

Trotz der Verzögerung durch die neue Ausschreibung ist weiterhin geplant, den neuen Stadtrat in der April-Sitzung der Ratsversammlung zu wählen. Der soll den Job dann schon am 1. Juni antreten, weil Humpe-Waßmuth am 31. Mai in den Ruhestand geht.

Falls die ideale Person aber erst deutlich später anfangen könnte, gibt es auch schon ein Krisen-Szenario: Dann würde Olaf Tauras wohl bei Humpe-Waßmuth anfragen, ob der noch ein paar Monate ranhängt. Und dem wiederum wird nachgesagt, dass er sich wohl in die Pflicht nehmen lassen würde.

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erstellt am 17.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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