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Dienst an Heiligabend : Stadtpräsident wünschte ruhigen Dienst

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Friedrich-Wilhelm Strohdiek besuchte traditionell einige Menschen, die in Neumünster am Heiligen Abend arbeiten mussten

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 10:00 Uhr

„Es hat mich gefreut, dass der Stadtpräsident mich persönlich am Heiligen Abend an meinem Arbeitsplatz besucht hat“, sagte Jan-Peter Schütze (40), der in der Betriebszentrale des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr an der Autobahn 7 Dienst hatte. Der Landesbetrieb (an der Abfahrt Neumünster-Nord) war um 7.45 Uhr die erste von elf Stationen, die Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek am Dienstag besuchte.

„Ich mache die Tour ganz bewusst am Heiligen Abend, sonst macht es keinen Sinn“, begründet er sein Engagement für die Menschen, die über die Feiertage arbeiten müssen. Unter anderem bei Polizei, Bahnhofsmission, Krankenhaus und Feuerwehr brachte Strohdiek ein kleines Präsent der Stadt mit Stollen, Kaffee und Butter vorbei und wünschte „eine ruhige und angenehme Schicht“.

Jan-Peter Schütze, selbst Familienvater, zeigte dem Stadtpräsidenten die Zentrale, die aussieht wie die Miniausgabe der Bodenstation einer Weltraummission. Mehr als 20 Bildschirme zeigen ihm diverse Autobahnabschnitte und die Parkplätze, Wetterdiagramme und sogar als Pilotprojekt ein „Zählstellennetzwerk“, mit dem die Verkehrsdichte auf Mautstrecken und entsprechende Umleitungsstraßen rund um Hamburg unter Beobachtung stehen. „Wir sind an 365 Tagen im Jahr und täglich 24 Stunden in drei Schichten der zentrale Ansprechpartner des Straßennetzes in Schleswig-Holstein“, sagte Schütze. Störungen, Unfälle, Ampelausfälle oder Winterdienste gehen über die Bildschirme. So können Schütze oder seine fünf Kollegen den Standstreifen frei schalten, wenn mehr als 2700 Fahrzeuge in einer Stunde zwischen Hamburg und Dreieck Bordesholm unterwegs sind. „63 Stationen an den Straßen und Sonden in den Straßen messen ständig Temperatur, Feuchtigkeit und Salzgehalt. Diese Infos gehen dann an die Straßenmeistereien, die entsprechend ihre Fahrzeuge einsetzen. Auch die Fahrzeugfrequenz des Hamburger Elbtunnels können die Mitarbeiter übersehen, um entsprechend in die Anfahrt aus Schleswig-Holstein eingreifen zu können. Am Morgen des Heiligen Abend war es aber ruhig auf den Autobahnen Schleswig-Holsteins.

So konnte sich der Stadtpräsident mit den Wünschen für einen ruhigen Dienst und angenehme Feiertage verabschieden, um gleich nebenan beim Revier der Autobahnpolizei vorbeizuschauen. Dort hatten Hauptkommissar Norbert Dohm und Polizeioberkommissar Andre Marlow Dienst. Auch bei ihnen war alles ruhig, und so hatten sie Zeit für einen Plausch mit Strohdiek. „Immer zwei Streifen sind präventiv unterwegs“, sagten sie. Insgesamt überwachen sie 130 Autobahnkilometer zwischen Hamburg und Rendsburger Kreuz. Ihre Dienste seien sozialverträglich geregelt, meinte Marlow. Jeder der Kollegen konnte im Vorfeld seine Dienstwünsche für die Feiertage anmelden, so Dohm und fügte dann an: „Aber alles geht eben nicht.“ Irgendwann sei jeder mal dran.

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