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Faldera : Stadtplaner verzichten auf weitere Ampel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das neue Baugebiet wird von der Wasbeker Straße aus erschlossen / Parknischen sollen Durchgangsverkehr ausbremsen

von
erstellt am 31.Okt.2015 | 08:30 Uhr

Neumünster | Gute Nachrichten für alle Autofahrer, die regelmäßig auf der Wasbeker Straße unterwegs sind: Bei der Anbindung des neuen Wohngebiets, das zwischen den beiden Kleingartenanlagen Heinrich Förster und Glückauf entstehen soll, will die Stadt auf eine zusätzliche Ampelanlage auf der Wasbeker Straße verzichten.

Das gab Stadtplaner Maximilian Müller am Donnerstagabend im Stadtteilbeirat Faldera bekannt. Die Stadtplaner kommen damit Bedenken von Anliegern entgegen, die schon jetzt auf die „Ampel-Meile“ vor dem Freesen-Center verwiesen hatten. Sie befürchten zusätzlichen Stop-and-Go-Verkehr vor ihren Haustüren, wenn in unmittelbarer Nähe zum Freesen-Center eine weitere Ampelkreuzung gebaut würde.

Die Planer gehen davon aus, dass der vergleichsweise geringe Verkehr in das künftige Wohngebiet auch ohne Ampelsteuerung abgewickelt werden kann. Die neue Straße, die das Baugebiet als Verlängerung der Fritz-Klatt-Straße erschließen soll, wird etwa gegenüber der Hausnummer 294 (unweit der ADAC-Geschäftsstelle) an die Wasbeker Straße stoßen. Um die Zu- und Ausfahrt zu erleichtern, soll auf der Wasbeker Straße stadtauswärts ein neuer Linksabbiegestreifen entstehen. Eine Mittelinsel soll Fußgängern die Querung der Wasbeker Straße erleichtern und gleichzeitig das Ausbiegen nach links auf die Wasbeker Straße vereinfachen.

Damit die Erschließungsstraße nicht als Abkürzung für den Durchgangsverkehr missbraucht wird, soll sie im Stil von Spielstraßen und mit großzügigen Parkbuchten gebaut werden. Auch im Streit um einen mit Bäumen bewachsenen Grünstreifen, der die Hausreihe an der Wasbeker Straße von dem neuen Baugebiet trennt, zeichnet sich eine Lösung ab: Die Stadt will den Streifen in den Plänen als private Grünfläche ausweisen. Die Bäume wären damit vorerst geschützt.

Keine Einigung gab es im Stadtteilbeirat im Streit um den Radweg an der Ehndorfer Straße. Auf Anregung der Polizei hatte die Stadt den Zwei-Richtungs-Verkehr auf dem Radweg Ende vergangenen Jahres aufgehoben. Stadteinwärts fahrende Radler müssen seither entweder auf der Fahrbahn oder auf dem rechten Bürgersteig fahren. Vor allem viele Eltern halten die Entscheidung für falsch; sie sehen ihre Kinder auf dem täglichen Weg zum Schulzentrum gefährdet. Auf dem Fußweg stünden zahlreiche Masten und Schilder im Weg, Bordsteine seien nicht abgesenkt, und im Winter werde der Bürgersteig sehr viel schlechter geräumt als der gegenüber liegende Radweg, lauten die Argumente. Vor allem aber: „Viele Autofahrer aus Seitenstraßen und Ausfahrten rechnen nicht damit, dass ihnen auf dem Bürgersteig Radler in die Quere kommen können“, sagte eine Mutter.

Der Stadtteilbeirat zeigte sich angesichts der Kritik nachdenklich, wollte aber noch keine Empfehlung abgeben. Stadtplaner Michael Köwer versprach, nach Kompromisslösungen zu suchen.

 

 

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