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Behindertengerecht : Stadthaus wird barrierefrei

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadt investiert 440 000 Euro in Fahrstuhl und rollstuhlgerechte Rampen

Neumünster | Im Bemühen um eine möglichst behindertenfreundliche Stadt hat Neumünster ein weiteres Etappenziel erreicht: Für  rund 440 000 Euro wurde das Stadthaus an der Brachenfelder Straße jetzt mit einem Fahrstuhl und zwei  großzügigen Anfahrtsrampen für Rollstuhl- und Rollatorfahrer nachgerüstet. Das aus den 20er-Jahren stammende Verwaltungsgebäude im Rücken des Neuen Rathauses ist damit ab sofort auch für gehbehinderte Menschen besser zu erreichen. Über eine Extrarampe können jetzt auch Rollstuhlfahrer in das Kellergeschoss gelangen, etwa um  im Bauarchiv Akteneinsicht zu nehmen.

Die Stadt habe damit ein weiteres Stück Behindertenfreundlichkeit umgesetzt, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gestern bei der Vorstellung der Umbauarbeiten. Neumünster werde auch weiterhin daran arbeiten, das Versprechen aus der Erklärung von Barcelona  umzusetzen, kündigte der Verwaltungschef an.

Neumünster hatte   sich 2009 der so genannten Erklärung von Barcelona angeschlossen. In der  1995 verabschiedeten   Erklärung haben sich Europas Städte verpflichtet, Menschen mit Behinderungen  den vollen Zugang zum gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. 

Schritte, sich dem hehren Ziel zu nähern, zählt Neumünster vor allem  im bautechnischen Bereich: So werden etwa  laufend weitere Kreuzungen so hergerichtet, dass sich auch  gehbehinderte oder blinde Menschen an ihnen ohne fremde Hilfe zurechtfinden.

Öffentliche Gebäude der Stadt sollen nach und nach behindertengerecht aus- oder umgebaut werden.  So wurden vor dem Stadthaus unter anderem bereits das Alte Rathaus  (2011), das Gesundheitsamt am Meßtorffweg (2011) und das Volkshaus   am Hürsland (2010) mit Aufzügen nachgerüstet.

  218 000 Euro investierte die Stadt vor fünf Jahren in behindertengerechte Umbauten im Neuen Rathaus. Unter anderem wurden sich automatisch öffnende Türen eingebaut, die Behinderten-WC grundlegend modernisiert und der Ratssaal  mit einer akustischen Anlage nachgerüstet,   die es seither auch hörgeschädigten Menschen ermöglicht, die Debatten   von der Zuschauertribüne aus  live mitzuverfolgen.

Die behindertengerechten Umbauten kämen dabei nicht nur den Besuchern zugute, unterstrich Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.   „Auch für behinderte Mitarbeiter der Verwaltung verschwinden die Barrieren“, sagte Tauras. Nach Auskunft der Stadt beschäftigt die Verwaltung derzeit etwa 85 Mitarbeiter, die als behindert eingestuft sind.

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erstellt am 14.Apr.2015 | 06:00 Uhr

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