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Verein Art & Vielfalt : Stadthalle wird zur Kunstwerkstatt

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Sieben Künstlerinnen zeigen bei einem Symposium des Vereins Art & Vielfalt eine "Erweiterte Sicht" auf Neumünster.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 09:32 Uhr

Neumünster | Die Stadthalle ist noch bis zum kommenden Freitag täglich von 10 bis 20 Uhr Atelier und Ausstellungsraum: Sieben Künstlerinnen lassen sich bei einem Symposium des Kunstvereins Art & Vielfalt über die Schulter schauen und laden Besucher ein, sich an diesem Schaffensprozess zu beteiligen. Ihr Thema lautet "Erweiterte Sicht - wie sehen Künstlerinnen die Stadt Neumünster".

"Ich bin sehr gespannt, wie die Werkstattatmosphäre des Symposiums inspiriert", sagt Monika Rathlev. Die Malerin und Grafikerin aus Neumünster hatte die Idee zu dem Projekt und hat sich bei dem Experiment auf Radierungen, Linoldrucke und Zeichnungen verlegt, die sie mit einer Applikation auf ihrem I-Pad erstellt. "Als einzige - noch dazu kritische - Neumünsteranerin bin ich sehr gespannt, wie auswärtige Künstlerinnen die Stadt sehen", sagt sie.

Grafikerin Christin Karbaum aus Westensee freut sich schon darauf, in der Gemeinschaft künstlerisch tätig zu sein. Ähnlich gespannt ist Ursula Dietze aus Friedrichstadt. "Der Reiz ist das Zusammenkommen. Man merkt, dass man mit seiner Thematik nicht allein ist. Das befruchtet", sagt sie und will mit ihren Skulpturen bewusst provokativ zum Nachdenken anregen. "Seien Sie versichert" etwa ist nach der Atomkatastrophe von Fukushima entstanden und zeigt bewusst doppeldeutig ein aus verrosteten Auspufftöpfen gestaltetes marodes Kraftwerk.

"Meine Themen passen für Friedrichstadt, Neumünster und auch für München", sagt sie. Eine ihrer Ideen für das Symposium heißt "Nach mir die Sintflut" und soll ein im Müll versinkendes Haus darstellen - mit Müll aus Neumünster. Die weiteren Künstlerinnen sind Ruth Leakley-Thiessen aus Bösdorf, Marianne Harms-Metzger aus Barkelsby, Karin Hilbers aus Jasdorf und Heidi Klinner-Krautwald aus Kiel.

Das Symposium endet am Freitag, 25. Mai, 17 Uhr. Im Anschluss werden die Ergebnisse bis 24 Uhr in der Museumsnacht ausgestellt und dann noch einmal am 15. September im Rahmen des Kunstfleckens gezeigt.

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