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Stadtführungen : Stadtführer haben immer mehr zu tun

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Viele Anwohner und Touristen wollen Neumünster kennenlernen. Sogar Busreisende aus Skandinavien buchen die Info-Veranstaltungen.

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Neumünster | Stadtführungen werden immer beliebter. Und es sind nicht nur die Neumünsteraner, die sich zunehmend für die Geschichte ihrer Stadt sowie die jüngste Entwicklung interessieren. Auch zahlreiche Besucher aus den Umlandgemeinden sowie Touristen meldeten sich im vergangenen Jahr zu den festen Touren sowie den individuellen Führungen nach Absprache an. Diese positive Bilanz zogen gestern die Stadtführer Urte Grode, Rita Peglow, Heide Winkler, Horst Budelmann sowie Sven Voigt, der als Besonderheit Kutschfahrten anbietet.

Rund 1750 Interessierte nutzten im vergangenen Jahr das Angebot und nahmen an den monatlichen öffentlichen Stadtführungen teil oder ließen sich als private Gruppe (zum Beispiel bei Klassentreffen), als Schule oder Busgesellschaft die Stadt zeigen. Neben den Stadtführungen durch die Innenstadt finden auch immer wieder Sonderführungen entlang der Stolpersteine (Heide Winkler), zu den drei Hauptkirchen in der Innenstadt und einer Moschee (Rita Peglow) sowie zur industriellen und zur aktuellen Entwicklung (Urte Grode) statt. Horst Budelmann bietet außerdem Touren auf Plattdeutsch an. Urte Grode bringt Drittklässlern die eigene Heimat näher. 2014 waren es rund 300 Kinder, die sich von ihr die Stadt erläutern ließen. Besonders beliebt sind auch die Kutschfahrten, die Sven Voigt aus Tasdorf von Mai bis September gemeinsam mit einem der Stadtführer macht. An den Sonderführungen nahmen im vergangenen Jahr 141 Besucher teil, 120 fuhren mit der Kutsche.

Die Touristen kamen überwiegend mit Reisegesellschaften aus Schleswig-Holstein, aus Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Zunehmend reisten auch Touristen aus Skandinavien (Dänemark, Schweden, Norwegen) an. Besonders in der Adventszeit ist der Weihnachtsmarkt bei vielen Schweden ein beliebtes Ziel. Sie bleiben dann gleich ein paar Tage, kaufen ein und erkunden per Stadtführung die Innenstadt. Bereits für den kommenden Dezember haben sich schon 120 Gäste aus Göteborg (Schweden) angemeldet.

Kritik üben die Stadtführer in diesem Zusammenhang an der Stadt. „Wir haben den Eindruck, dass Neumünster nicht mehr nur als zentraler Standort für Ausflüge an Nord- und Ostsee genutzt wird“, erklärte sie. Stattdessen würde die Stadt mittlerweile selbst touristisch wahrgenommen. „Da ist viel Potenzial. Die Angebote müssen noch viel enger verzahnt und auch beworben werden“, meinten die Stadtführer.

Für 2015 wollen sie sich neben dem laufenden Angebot vermehrt um all diejenigen kümmern, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. So soll es wieder Stadtführungen für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl in der Innenstadt geben. Horst Budelmann plant gemeinsam mit dem Verein Herbstsonne wieder für Senioren mit Rollstuhl und Gehbehinderungen spezielle Busfahrten, zum Beispiel zu den Neuerungen in der Stadt (DOC, Milchwerk etc.).

>Stadtführungen ohne Anmeldung finden an jedem 1. Sonnabend im Monat statt. Treffpunkt ist an der Tourist-Info auf dem Großflecken. Dauer: anderthalb bis zwei Stunden. Kosten: 3 Euro pro Person, Kinder bis 12 Jahre sind frei.

Sonderführungen können unter Tel. 51331 (Urte Grode) vereinbart werden.

> Die Kutschfahrten beginnen am 10. Mai und finden bis September an jedem zweiten Sonntag im Monat statt (oder nach Vereinbarung). Abfahrt ist um 13, 14.30 und 16 Uhr auf dem Großflecken. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Info für 25 Euro pro Person plus Gebühr.

Kommentar:

Beste Werbung für die Stadt

Sie machen nahezu alles in Eigenregie.  Und sie sind gefragt. Seit dem Jahr 2001 erklären die Stadtführer   immer mehr Anwohnern  und Auswärtigen die schönen und spannenden Ecken der Stadt. Damit machen sie Werbung für Neumünster, die nachhaltig wirkt.  Sollte die Nachfrage weiterhin steigen, wäre sicher ein wenig Unterstützung von Seiten der Stadt, zum Beispiel bei der Organisation, wünschenswert.   

 

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