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Sparpläne : Stadt will Tourist-Information im DOC schließen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zu wenige Besucher nutzenden Service, die Kosten sind hoch.

Neumünster | Besucher des Designer-Outlet-Centers (DOC) könnten schon bald vor Ort keine Informationen mehr über Neumünster erhalten. Die Stadt plant, die dortige Tourist-Information wegen der schlechten Frequentierung und der hohen Kosten voraussichtlich zum Jahresende zu schließen. Eine entsprechende Vorlage behandelt am kommenden Dienstag, 1. September, erstmals der Hauptausschuss um 18.30 Uhr während seiner öffentlichen Sitzung im Zimmer 2.5/2.6 des Neuen Rathauses. Auch im Finanzausschuss am 9. September kommt das Thema auf die Tagesordnung. Endgültig entscheidet dann der Rat am 15. September.

Bisher kostet die Tourist-Information die Stadt rund 49  000 Euro plus Umsatzsteuer pro Jahr. Die Nebenkosten von etwa 6400 Euro sind grundsätzlich ebenfalls von der Stadt zu zahlen, werden jedoch bis Jahresende aufgrund eines städtebaulichen Vertrages vom DOC-Betreiber McArthur Glen übernommen. Die Gesamtkosten für den Betrieb würden sich für das kommende Jahr damit auf etwa 65  000 Euro belaufen. Doch rechtfertigt diese Ausgabe den Nutzen? Diese Frage muss nun die Kommunalpolitik beantworten.

Laut einer Erhebung schwankt die Anzahl der Kundenkontakte per Telefon, persönlich, schriftlich und E-Mail monatlich zwischen knapp 185 Anfragen im Januar dieses Jahres und 443 im Juli. Der Durchschnittswert betrug im vergangenen Jahr 280. Bei etwa 25 Öffnungstagen pro Monat entspricht dies täglich etwa elf Anfragen. Hierbei handelt es sich vornehmlich um relativ kurze Beratungsgespräche, Buchungen oder ein Verkauf von touristischen Angeboten erfolgen nicht. „Die Information muss sich an die langen Öffnungszeiten des Centers montags bis sonnabends von 10 bis 20 Uhr halten. Hinzu kommen Sonderöffnungszeiten wie verkaufsoffene Sonntage. Die Personalkosten sind damit hoch“, sagt Arne Lewandowski, zuständig für den Bereich Tourismusstrategie bei der Stadt.

Das gesparte Geld im Falle einer Schließung könnte für andere Aufgaben eingesetzt werden. „Zum Beispiel wäre es möglich, die Öffnungszeiten der Tourist-Information auf dem Großflecken zu erweitern oder neue Marketingmittel einzusetzen“, sagt Lewandowski.

Es ist geplant, dass bald die Wirtschaftsagentur das Tourismusmarketing für Neumünster übernimmt (der Courier berichtete).

 

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erstellt am 25.Aug.2015 | 08:00 Uhr

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