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Ratsversammlung : Stadt will Theaterpreise anheben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rat entscheidet über neue Preistafel. Die Einzelkarte soll sich um zwei Euro verteuern. Für Schüler soll es mehr Nachlass geben

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erstellt am 14.Dez.2015 | 18:22 Uhr

Neumünster | Neumünsters Konzert- und Theaterfreunde sollen künftig wieder tiefer in die Tasche greifen: Um die steigenden Kosten für anspruchsvolle Produktionen zu stemmen, will die Stadt die Ticketpreise für das Theater in der Stadthalle anheben. Über die neue Entgeltordnung entscheidet heute Nachmittag die Ratsversammlung.

Danach soll sich die Einzelkarte in allen Kategorien um zwei Euro verteuern. Die Einzelkarte in der teuersten Kategorie (Parkett, Reihe 1 bis 6) würde dann im Musiktheater 27 Euro, für das Schauspiel 24 Euro und für Konzerte 18 Euro kosten. Nach Lesart der Verwaltung würden sich die Preise aber im Vergleich zum Umland immer noch auf einem moderaten Preisniveau bewegen.

Zugleich soll das bestehende Abonnementsystem transparenter und einheitlicher gestaltet werden: Bislang gab es sowohl in verschiedenen Preisklassen als auch in den verschiedenen Abonnements unterschiedliche Rabattstufen. Künftig soll es etwa für alle Schauspiel-Abonnenments mit sechs Vorstellungen gegenüber dem Einzelticket einheitlich einen Nachlass von 30 Prozent geben – unabhängig von der gewählten Preisklasse. In allen anderen Abonnements sinkt der Nachlass auf 25 Prozent – ebenfalls einheitlich in allen Preisklassen.

Durch die Vereinheitlichung fallen Preisanhebungen bei den Abonnements unterschiedlich stark aus, die Konzert- und Wahlabonnements werden sogar etwas günstiger als bisher.

Zu den Gewinnern der Umstellung gehören auch Schüler, Studenten, Auszubildende, Mitarbeiter des Bundesfreiwilligendienstes und arbeitslose Jugendliche. Um ihre Teilhabe am Kulturleben zu sichern, sollen sie künftig generell eine Ermäßigung von 50 Prozent erhalten. Bislang waren es nach Auskunft der Stadt im Schnitt 40 Prozent.

Die Stadt begründet die neue Preisstruktur mit den mit den steigenden Produktions- und Personalkosten im Kurlturbetrieb – auch durch die Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes. Von der neuen Preis- und Rabattstaffel erhofft sich die Stadt ab 1. September 2016 rund 13 000 Euro Mehreinnahmen pro Theatersaison – wenn die Neumünsteraner wie gewohnt ins Theater gehen. Zuletzt waren die Theaterpreise in Neumünster vor fünf Jahren angepasst worden.

Die Ratsversammlung tritt am heutigen  Dienstag, 15. Dezember, zu ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Für Spannung dürfte  dabei vor allem die Debatte um die von der Stadt beantragten Neueinstellungen sorgen. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras  möchte möglichst noch zum Januar gleich fünf neue Stellen schaffen, unter anderem um das Baustellenmanagement  zu verbessern.  Vor allem  Bauausschuss und Finanzausschuss  haben sich zuletzt dagegen quer gelegt. Die SPD hat zur Entwicklung des Stellenplans eine Große Anfrage beantragt.

Weitere wichtige Themen im Rat:

  Entsorgung von belasteten Formsanden auf dem Stock-Guss-Gelände

 (Große Anfrage der Linken)

  Aufbau eines Jugendparlaments

 Rechtliche Bewertung und Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes

 Konzept für das künftige Zusammenleben mit den Flüchtlingen  „Willkommen in Neumünster“

  Jährlicher Betriebskostenzuschuss für das Museum Tuch + Technik

  Förderung von Familienzentren

  Weiterentwicklung der Altenplanung.

Die öffentliche Sitzung   der Ratsversammlung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses.

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