Köstenflohmarkt : Stadt will neue Sicherheitsleute engagieren

Der Flohmarkt auf der Holstenköste bleibt vorerst kostenfrei. Um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, will die Stadt einen privaten Ordnungsdienst engagieren.
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Der Flohmarkt auf der Holstenköste bleibt vorerst kostenfrei. Um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, will die Stadt einen privaten Ordnungsdienst engagieren.

Die beliebte Veranstaltung am Kösten-Sonntag bleibt kostenfrei. Der Oberbürgermeister ist verärgert über die Einmischung derPolitik.

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03. Juni 2014, 05:00 Uhr

Neumünster | Alles wieder zurück: Der Flohmarkt am Sonntag der Holstenköste bleibt auch in diesem Jahr für Aussteller kostenfrei. Das teilten Stadtsprecher Stephan Beitz und Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gestern nach einem Gespräch im Rathaus mit. Doch die Stadt will nun zusätzliches Sicherheitspersonal einer privaten Firma engagieren, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

„Es soll kontrollieren, dass der Aufbau nicht vor 4 Uhr am Kösten-Sonntag stattfindet und sich der Flohmarkt nicht auf ein Areal außerhalb der Veranstaltungsfläche ausdehnt. Das wird aber natürlich Mehrkosten verursachen“, sagte Tauras gestern zum Courier. Wie viele Sicherheitsleute engagiert werden und was die Stadt dafür zahlen muss, steht noch nicht fest. Die Ratsversammlung müsse jedenfalls nicht informiert werden, so der OB. Fehler der Stadtverwaltung bei der Vergabe des Flohmarkts an den privaten Hamburger Veranstalter Thomas Will sieht Tauras nicht. Das sei „reines Verwaltungshandeln“ gewesen, über das die Kommunalpolitik nicht zwingend hätte vorab informiert werden müssen. Tauras dazu: „Jetzt sieht man, was passiert, wenn sich die Selbstverwaltung in Verwaltungsangelegenheiten mischt.“

Auch Stadtsprecher und Kösten-Organisator Stephan Beitz schlug in die gleiche Kerbe: „Die Stadt als Veranstalter war bestrebt, durch einen privaten Dienstleister den Flohmarkt in geordnetere Bahnen zu lenken und ein Anmeldesystem mit geringen Gebühren einzuführen“, betonte er gestern noch einmal. Er bedauerte die „kurzfristige Absage“ des Hamburger Eventmanagers Thomas Will. Dieser hatte nach Kritik des SPD-Ratsherrn Claus-Rudolf Johna an den Standgebühren das Handtuch geworfen, weil er keine Grundlage für eine längerfristig erfolgreiche Zusammenarbeit mehr sah (der Courier berichtete). Ein erneutes Anmeldeverfahren sei danach in der kurzen Zeit nicht zu organisieren gewesen, so Beitz.

Nun gibt es klare Vorgaben für den 15. Juni. Vor 4 Uhr werden keine Autos auf die Veranstaltungsfläche gelassen. Nach dem Standaufbau sind die Fahrzeuge umgehend wieder zu entfernen. Die Größe der Stände ist auf sechs Meter Breite beschränkt. Und: Das Flohmarkt-Gelände ist begrenzt vom Rathaus bis zum Kuhberg/Einmündung Kieler Straße. Die Holstenstraße ist den Kindern als Flohmarktfläche vorbehalten. Sie wird für den Verkehr gesperrt. „Sollten Stände außerhalb des Bereichs aufgebaut werden, so behält sich die Stadt vor, von Platzverweisen Gebrauch zu machen“, sagte Beitz. Er appellierte auch an die Vernunft der Flohmarktbeschicker, keine Rettungswege zuzubauen und Geschäftseingänge freizulassen.

Politisch könnte das Thema noch ein Nachspiel haben. Eine Kleine Anfrage von Claus-Rudolf Johna soll heute Abend in der Ratsversammlung beantwortet werden.

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