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Elternbefragung : Stadt will neue Kostensatzung in Kitas einführen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ergebnisse der Elternbefragung zu den U-3-Plätzen liegt vor. 580 Familien beteiligten sich.

Seit 1. August dieses Jahres haben Eltern einen Rechtsanspruch auf die Betreuung ihres unter dreijährigen Kindes. Und die große Mehrheit ist mit dem Angebot in Neumünster zufrieden. Das geht aus den Ergebnissen einer Befragung von allen 1826 Familien in der Stadt mit Kindern bis zu drei Jahren hervor. Die Technische Universität Dortmund und das Deutsche Jugendinstitut hatten im Mai eine entsprechende Anzahl Fragebögen verschickt, 580 (31,89 Prozent) kamen zurück und wurden analysiert. Demnach liegt der Betreuungsbedarf für Kleinkinder in der Stadt bei 40,2 Prozent. Diese Zahl will die Verwaltung bis Jahresende erreichen. Klagen von Eltern gibt es nicht.

Laut Jörg Asmussen, Leiter des Fachdienstes Frühkindliche Bildung (ehemals Kinder und Jugend), sind noch zwei Maßnahmen nötig, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Zum einen muss die entweihte katholische St. Bartholomäus-Kirche am Wernershagener Weg wie geplant zur Kita umgebaut werden. Zum anderen will die Stadt im Bereich zwischen Beethoven- und Werderstraße eine weitere Kita eröffnen. „Das muss kein Neubau werden, wir könnten zum Beispiel auch geeignete Räume anmieten“, sagt Asmussen. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass besonders in der Innenstadt und im Bereich Gartenstadt/Böcklersiedlung/Faldera noch viele Eltern den Wunsch nach einem U-3-Platz haben. Dabei sollen vor allem Kinder ab dem zweiten Lebensjahr in die Krippe kommen. Bei den Unter-Einjährigen liegt der Bedarf gerade einmal bei 6,3 Prozent. Die meisten Väter und Mütter (39 Prozent) wünschen sich eine wöchentliche Betreuung von 20 bis 30 Stunden für ihr Kind, rund ein Viertel braucht jeweils 10 bis 20 Stunden oder 30 bis 40 Stunden. „Hier müssen wir in der Kostenbeitragssatzung flexibler werden“, sagt Asmussen. Derzeit können Eltern nur wählen, ob sie Gebühren für die Betreuung ihres Kindes bis 13 oder bis 16 Uhr bezahlen – unabhängig davon, wie lange Tochter oder Sohn tatsächlich in der Kita sind. „Wir stellen uns vor, ab August 2014 auch eine Gebühr bis 14.30 Uhr einzuführen und erarbeiten derzeit eine Vorlage für die Politik, die wir Anfang des Jahres vorlegen wollen. Entscheiden muss dann die Ratsversammlung“, so Asmussen.

Für Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth zeigt die Befragung, dass die Stadt auf einem guten Weg ist. „Ziel muss es sein, für jedes Kind einen U-3-Platz in fußläufiger Entfernung anbieten zu können“, sagt er.

Die Ergebnisse der Befragung werden am 19. November auch in der öffentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses (18 Uhr, Neues Rathaus, Raum 1.8) vorgestellt.

 

 

 

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erstellt am 31.Okt.2013 | 15:30 Uhr

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