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Pläne der Verwaltung : Stadt will Kinderferiendorf sanieren

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Kinderferiendorf im Stadtwald soll saniert werden. Die Stadtverwaltung hat verschiedene Vorschläge erarbeitet.

Neumünster | Kommt es so, wie es die Verwaltung bevorzugt, dann kostet es die Stadt keinen zusätzlichen Cent: Der Lions-Club Neumünster-Holsten hat angeboten, das baufälligste Haus im Kinderferiendorf mit Hilfe des Ausbesserungswerkes der Bahn und der Firma Guder Strahltechnik zu sanieren. Das wäre der Auftakt zum Erhalt der Einrichtung im Stadtwald in seiner bisherigen Form. Ein entsprechender Antrag wird am 12. November im Jugendhilfeausschuss beraten. Die Ratsversammlung könnte dann wenige Tage später für die Variante grünes Licht geben.

Im März hatte der Rat die Verwaltung gebeten, Vorschläge zu machen, wie das Kinderferiendorf von einer großen Zahl von Kindern und Jugendlichen wieder genutzt werden kann und damit die Verkaufspläne aus dem Jahr 2010 vorerst gestoppt. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth legen jetzt insgesamt vier Varianten auf den Tisch. Grundsätzlich schlägt die Stadt dabei vor, dass die Hütten ihrem bisherigen Charakter weiter entsprechen und hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen bei Freizeitveranstaltungen genutzt werden sollen:

1. Die Gebäude werden weiterhin mit den vorhandenen Mitteln unterhalten und betrieben. Es werden keine Modernisierungen oder Erneuerungen über dem Budget getätigt. Allerdings ist die Nutzungsdauer dann begrenzt, da bauliche Schäden kurzfristig zur Sperrung führen können.

2. Das sogenannte Stoy-Konzept wird umgesetzt. Der Neumünsteraner Architekt Karl-Hermann Stoy entwickelte schon 2007 bei einem Wettbewerb ein neues Konzept. Für damals 1,4 Millionen Euro sollte ein moderner Übernachtungs- und Seminarbetrieb entstehen. Nachteile: Die Investitionskosten sind sehr hoch und es gibt planungsrechtliche Bedenken, da der bauliche Charakter der Anlage grundlegend geändert wird.

3. Die maroden Hütten werden nach und nach erneuert. Die Einrichtung wird dann auch für Wochenend- und Übernachtungsgäste freigegeben. Zwar werden hier die Investitionskosten gestaffelt, belasten den Haushalt aber weiter und dürften nach Ansicht der Stadt kaum geringer sein als bei der Umsetzung des Stoy-Konzeptes.

4. Auf Initiative des Lions-Clubs Neumünster-Holsten wird zunächst das marodeste Haus instandgesetzt. Die Außenwände und Fenster erhalten Schutzanstriche, das Dach eine neue Eindeckung, Elektrik und Heizung werden repariert. Planungs- und baurechtliche Probleme sollen dabei nicht auftreten.

Die Stadt hofft, dass dann auch weitere Sponsoren vielleicht nach und nach Häuser mit Spendengeldern renovieren. Nachteile sieht sie bei der Variante nicht.

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erstellt am 26.Okt.2015 | 08:00 Uhr

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