Stadt will eine Obergrenze beim Sperrmüll

So große Sperrmüllmengen wie hier an der Feldstraße/Ecke Plöner Straße werden ab dem kommenden Jahr nicht mehr zum Nulltarif entsorgt.
So große Sperrmüllmengen wie hier an der Feldstraße/Ecke Plöner Straße werden ab dem kommenden Jahr nicht mehr zum Nulltarif entsorgt.

Komplette Haushaltsauflösungen kosten künftig extra

von
17. November 2016, 18:39 Uhr

Die Bürger dürfen sich freuen: Wenn die neue Satzung über die Abfallentsorgung nach dem Finanzausschuss am kommenden Dienstag auch die Ratsversammlung passiert, sinken die Müllgebühren 2017 in allen Kategorien und Entsorgungsgebieten. Eine bittere Pille gibt es aber doch. Beim Sperrmüll soll eine Obergrenze eingeführt werden. Nur noch 20 Gegenstände je Abholtermin sollen dann gebührenfrei sein.

Bislang gab es überhaupt keine Mengenbegrenzung für Sperrmüll in der Stadt. „Das wird zum Problem, wenn so ganze Haushaltsauflösungen abgewickelt werden“, sagt Ingo Kühl. Der Leiter des Technischen Betriebszentrums erläuterte am Mittwoch im Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss die Hintergründe der geplanten Neuregelung.

„Die Mitarbeiter der Sperrmüllkolonne haben bei 55 Abholpunkten am Tag jeweils nur sechs Minuten Zeit, um den Sperrmüll aufzunehmen“, so Kühl. Da sei eine Mengenbegrenzung notwendig, andere Städte machten das schon länger.

Eine Begrenzung nach der Kubikmeterzahl wie in anderen Kommunen sei in Neumünster aber nicht vorgesehen. „Kubikmeter, das ist schlecht fassbar. Wir machen 20 Gegenstände“, so Kühl. Wer mehr anmeldet, muss dafür extra zahlen. Gedacht ist an eine Gebühr von 40 Euro je weitere 20 Gegenstände.

Ohne einen Freifahrtschein verteilen zu wollen, kündigte Kühl Augenmaß an. Das TBZ werde dem Bürger glauben und ihn auch nicht nachträglich belangen, wenn da nachher etwas anderes auf dem Sperrmüllhaufen liegen sollte. Kühl: „Es geht darum, schon bei der Anmeldung von Sperrmüll klar sagen zu können, was geht und was nicht.“

Für komplette Haushaltsauflösungen empfiehlt Ingo Kühl gewerbliche Dienste oder Organisationen wie die Diakonie, Awo, das DRK oder El Rastro.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen