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Reparatur : Stadt untersucht Schäden an der Kieler Brücke

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das überbaute Gewölbe unter der Fahrbahn ist undicht. Wird eine größere Sanierung notwendig, könnte das den Zeitplan für die Umbauten am Großflecken durcheinander wirbeln

Neumünster | Die Stadt hat mit der Untersuchung der Schäden an der Kieler Brücke zwischen Kuhberg und Großflecken begonnen. Bei der routinemäßigen Inspektion des unterirdischen Durchflusses der Schwale zum Teich hatten Ingenieure kürzlich undichte Stellen in der über 180 Jahre alten Gewölbedecke entdeckt.

Durchfeuchtet die Brücke von oben, könnte das weitere gravierendere Schäden nach sich ziehen, erklärte gestern Prüfingenieur Thomas Iwers. Um das Ausmaß der Schäden zu untersuchen, wurde die Tunneldecke der 26 Meter langen Unterführung gestern stichprobenartig an mehreren Stellen freigelegt. Um dabei keine kreuzenden Kabel- und Rohrverbindungen zu beschädigen, setzten die Tiefbauer dabei einen Saugbagger ein.

Eine erste grobe Inspektion gab Anlass zur Hoffnung, dass die Sanierung einfacher ausfallen könnte als befürchtet: Wenn die Gewölbebögen von oben betoniert sind, könne es gegebenenfalls reichen, die Flächen von oben zu versiegeln, erläuterte Iwers. Genauere Einschätzungen über die Schäden und den Sanierungsaufwand könne man aber erst in den nächsten Tagen treffen.

Der Brückenschaden könnte erhebliche Auswirkungen auf die weiteren Umbauten zwischen Gänsemarkt und Großflecken haben. Bei nur geringem Sanierungsaufwand sollen die Reparaturen im Zuge der geplanten Neupflasterung des Großfleckens/Kuhbergs am Teichufer mit erledigt werden. Sollten sich die Reparaturen als aufwändiger herausstellen, müsste eine Extra-Baustelle eingerichtet werden, die sich dann möglicherweise auf den Zeitplan zur Umgestaltung der Gänsemarkt-Kreuzung auswirkt.

Der Umbau der Kreuzung – mit der Einrichtung von zwei neuen Rechtsabbiegespuren aus Richtung Rathaus und Bahnhof – muss bis zum Start der Holsten-Galerie im Herbst umgesetzt werden. Dazu hat sich die Stadt vertraglich verpflichtet (der Courier berichtete).

Noch vor dem Umbau am Gänsemarkt will die Stadt den Bahnhofsvorplatz umgestalten. Beide Baustellen sollen sich zeitlich möglichst nicht überschneiden.

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erstellt am 04.Feb.2015 | 05:00 Uhr

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