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Holsteinischer Courier

24. November 2017 | 05:03 Uhr

Engpass : Stadt sucht Lebensmittelkontrolleure

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auch bei amtstierärztlichen Leistungen, beim Infektionsschutz und beim umweltbezogenen Gesundheitsschutz ist die Behörde unterbesetzt

von
erstellt am 06.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die Stadt reagiert auf eklatante Personalmängel im Gesundheitsamt und bei der Lebensmittel- und Veterinäraufsicht der Ordnungsbehörde. Fünf neu geschaffene Stellen sollen hier Abhilfe schaffen.

Eine Organisationsuntersuchung hatte gezeigt, dass die Abteilung Amtstierärztliche Leistungen, Infektionsschutz und umweltbezogener Umweltschutz im Gesundheitsamt seit Jahren personell unterbesetzt ist. Mehrere Pflichtaufgaben konnten deshalb „nicht mehr oder nicht mehr in vollem Umfang bearbeitet werden“, hieß es im Juli in einer Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis für Bürger im Gesundheitsausschuss (der Courier berichtete).

Als Konsequenz wird jetzt vorgeschlagen, eine neue fachärztliche Planstelle sowie eine weitere für eine Hygienefachkraft zu schaffen. Mittel im Haushalt gibt es dafür nicht, die Mehraufwendungen beziffert die Verwaltung auf gut 212  000 Euro pro Jahr.

Auch im Ordnungsamt drücken Personalsorgen. Hier sollen eine Vollzeitstelle für einen Lebensmittelkontrolleur und je eine Teilzeitstelle für eine Amtstierärztin und einen Verwaltungsoberinspektor geschaffen werden. Eine frei gewordene Planstelle in der Lebensmittelkontrolle konnte bisher nicht wieder mit einer ausgebildeten Fachkraft besetzt werden. Da es hier bundesweit einen Engpass gibt, schlägt die Verwaltung vor, auch Bewerber ohne Zusatzqualifikation einzustellen und selbst zu Lebensmittelkontrolleuren auszubilden. Erhebliche Personalkapazitäten seien zudem gebunden worden durch die Vogelgrippe und die Neuordnung der Tierauffangstelle – „mit allen damit verbundenen Problemen und Wendungen“.

Die Mehrkosten für Personal und Sachmittel kalkuliert die Verwaltung auf jährlich gut 181  000 Euro. Dem stehen zusätzliche Erträge durch eine verstärkte Kontrolltätigkeit gegenüber, die sich aber nicht einschätzen lassen.

Erstmals beraten wird über die Schaffung der neuen Personalstelle am Dienstag, 12. September, im Hauptausschuss, der ab 18.30 Uhr im Ratssaal tagt. Die endgültige Entscheidung fällt am 26. September in der Ratsversammlung.

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