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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 16:41 Uhr

ADFC : Stadt soll für die Radfahrer aufsatteln

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat einen Zehn-Punkte-Plan aufgestellt. Die Forderungen sollen bei einem Runden Tisch diskutiert werden.

Neumünster | Der Allgemeine FahrradClub Neumünster (ADFC) setzt sich seit Jahren für die Verbesserung des Radverkehrs in der Stadt ein. Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat der Verein nun einen Zehn-Punkte-Plan unter dem Titel „Fahrradstadt Neumünster: Jetzt“ entwickelt. Dieser soll am Montag im Rahmen des Treffens Runder Tisch Radverkehr sowohl den Vorsitzenden der Ratsfraktionen als auch allen Interessierten ab 18.30 Uhr im Gemeinschaftshaus Gartenstadt (Domagkstraße 64) vorgestellt werden.

Bereits in einem der ersten Ratsbeschlüsse nach der Kommunalwahl 2013 sei ein Programm zur Entwicklung des Radverkehrs verabschiedet und 2015 noch einmal erweitert worden. „Aber bis heute ist nicht wirklich viel passiert. Deshalb haben wir unsere Anliegen noch einmal zusammengefasst. Und wir hoffen, dass die Ratsmitglieder auch im Hinblick auf die Kommunalwahl 2018 diesen Katalog jetzt ernst nehmen und endlich tätig werden“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Kurt Feldmann-Jäger gestern im Vorgespräch zur Veranstaltung.

Die Forderungen des ADFC lauten demnach wie folgt:

> 20 Kilometer sichere Fahrradstraßen (vorrangig für den Radverkehr vorgesehene Straßen). Bis 2025 sollen in jedem Jahr zwei Kilometer fertiggestellt werden.

> Zwei Meter breite Radweg an jeder Hauptstraße. Dabei soll der Radverkehr nach Möglichkeit nicht mehr mit den Fußwegen kombiniert werden.

> 5000 neue, sichere Abstellmöglichkeiten an allen Bahnstationen sowie in Wohngebieten und an öffentlichen Einrichtungen.

> Bis 2025 soll auf mindestens 20 Abschnitten an Hauptstraßen die „Grüne Welle“ für Radfahrer eingerichtet werden.

> Die Sicherung von 40 vom ADFC und der Polizei als gefährlich eingestufte Kreuzungen und Einmündungen.

> 30 Kilometer fußgänger- und autofreie Radschnellwege für den Pendelverkehr.

> Die aktuelle Benutzungspflicht auf kombinierten Rad- und Fußwegen ist bis 2018 grundsätzlich aufzuheben.

> Eine transparente, schnelle und effektive Mängelbeseitigung von gemeldeten Schäden innerhalb von sechs Monaten.

> Die Einrichtung einer Planstelle in einer neu zu schaffenden zentralen Fahrradabteilung und ein Radverkehrsbudget in Höhe von jährlich 30 Euro pro Einwohner.

> Die Öffentlichkeit soll durch gezielte Kampagnen und Bildungsangebote für das Radfahren in der Stadt sensibilisiert werden.

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