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Neue Strukturen : Stadt schneidet drei Schulbezirke neu

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Weil die Vicelinschule aus allen Nähten platzt, werden Kinder von der Tonner-Schule übernommen. Die gibt Schüler an die Pestalozzischule ab.

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erstellt am 13.Sep.2017 | 15:00 Uhr

Neumünster | Die Stadt Neumünster muss die Zuständigkeitsbereiche für drei ihrer zwölf Grundschulen neu schneiden. Betroffen sind die Vicelinschule in der Innenstadt sowie die Rudolf-Tonner-Schule und die Pestalozzischule in Tungendorf. Grund für die Neustrukturierung an diesen Standorten ist die Entwicklung der Schülerzahlen. An der Vicelinschule sind die Zahlen in der Vergangenheit nämlich in die Höhe geschnellt. Deshalb soll der Standort jetzt mit Zustimmung des Schulamtes entlastet werden. Die Neuregelung wird laut Stadt allerdings erst zum übernächsten Schuljahr im Sommer 2017 greifen.

Nach Auskunft von Mirko Nitschmann vom Fachdienst Schule, Jugend, Kultur und Sport sind die hohen Schülerzahlen in der Innenstadt nicht auf steigende Geburtenzahlen zurückzuführen. Vielmehr gab es in jüngster Zeit überdurchschnittlich viele Zuzüge von Familien mit Kindern. „Die Vicelinschule platzt aus allen Nähte“, erklärte Nitschmann. „Wir müssen deshalb einen Teil des Zuständigkeitsgebiets im Norden verschieben“, erklärte er (siehe Grafik).

Das bedeutet konkret, dass die Vicelinschule einen Teil ihres nördlichen Areals an die Rudolf-Tonner-Schule abgibt. So werden Kinder aus der Christianstraße und der Goethestraße nördlich des Berliner Platzes, der Kieler Straße ab Bismarckstraße sowie vom Berliner Platz, aus der Buddestraße, Geibelstraße, Gutenbergstraße, Herderstraße, dem Laubenweg, der Lessingstraße, Radekoppel, Rosenstraße, Schillerstraße sowie der Wichernstraße dann in die Tonner-Schule eingeschult.

Die Tonner-Schule tritt im Gegenzug ihren nördlichen Teil an die Pestalozzischule ab. Und zwar den Anemonenweg, Asternweg, Begonienweg, Dahlienweg, Erikaweg, Ginsterweg, Krokusweg, Lavendelweg, Maiblumenweg, Mitteljörn, Narzissenweg, die Nelkenstraße, den Rosmarinweg, die Schlehenstraße, den Tulpenweg, Veilchenweg und die Wilhelminenstraße 19 bis 44.

Zugute kommt der Stadt als Schulträger bei dieser Lösung, dass es in Tungendorf gleich zwei Grundschulen gibt, die nicht weit auseinander liegen, und dass die Tonner-Schule dicht an den nördlichen Innenstadtbereich grenzt. „Wir haben bei der neuen Einteilung darauf geachtet, dass sich die Wege für die Kinder im Rahmen halten“, erklärte Mirko Nitschmann. Viele Eltern aus den betroffenen Straßen haben für ihre bereits eingeschulten Kinder ohnehin schon die Schule gewählt, die erst ab Sommer 2017 in den eigentlichen Zuständigkeitsbereich fallen wird – einfach weil es für sie näher und bequemer war. Wenn Geschwisterkinder bereits auf der Schule sind, die bald die Zuständigkeit verliert, wird die Stadt darauf Rücksicht nehmen. „Es wird nicht der Bruder zur Vicelin- und die Schwester zur Tonner-Schule gehen müssen“, so Nitschmann.

Unabhängig vom Zuständigkeitsbereich besteht für die Eltern ohnehin grundsätzlich freie Schulwahl. Das bedeutet, dass an einer Schule auch Kinder aufgenommen werden können, die ihren Wohnsitz nicht im Zuständigkeitsbereich haben. Das gilt allerdings nur solange, wie auch freie Kapazitäten vorhanden sind . Die Kinder aus dem Zuständigkeitsbereich hingegen haben einen Anspruch auf einen Schulplatz.

Dass die Stadt die Veränderung bereits ein Jahr im Voraus publik macht, hängt mit den Anmeldefristen zusammen. Die beginnen für die Abc-Schützen des Schuljahres 2017/2018 bereits im kommenden Herbst.

> Informationen zu den Zuständigkeitsbereichen aller Grundschulen auf www.neumuenster.de -> Schule & Bildung -> Abt. Schule & Sport).

Kommentar: Der richtige Schritt

Das Problem kam nicht überraschend. Schon seit geraumer Zeit zieht es Familien mit Kindern in die oft kostengünstigere Innenstadt und somit in die Zuständigkeit der Vicelinschule. Die hat  dadurch nicht nur eine Vielzahl von  Schülern zu betreuen, sondern muss sich auch oft noch ganz anderen Herausforderungen stellen.  Denn viele der neuen Schüler kommen aus dem Ausland, haben Sprachschwierigkeiten und brauchen oft intensive Förderung, um  ihre Chancen im Leben zu erhalten.

Deshalb ist die Umstrukturierung der Zuständigkeitsbereiche der  richtige Schritt, weil  sie die Lehrer an der Vicelinschule   entlasten wird. Die doppelte Verschiebung nach Norden verteilt die Kinder gleich auf zwei Schulen und damit mehrere Schultern  und gewährleistet kurze Wege. Es wurde   wirklich an alles gedacht!

 

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