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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 08:11 Uhr

Faldera: : Stadt prüft Radweg-Ausbau

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Streit um den Schulweg an der Ehndorfer Straße bietet der OB einen Kompromiss an. Die Entscheidung liegt bei der Ratsversammlung

von
erstellt am 02.Feb.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Im Streit um die Radwege an der Ehndorfer Straße in Faldera zeichnet sich möglicherweise eine Lösung ab. Die Stadt prüft derzeit, unter welchen Bedingungen der Bürgersteig zwischen Ukerplatz und der Fußgängerampel am Hauke-Haien-Kindergarten zu einem kombinierten Fuß- und Radweg ausgebaut werden kann. Die Straße musste dafür um etwa einen halben Meter verschmälert werden.

Entsprechende Pläne bringt Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras jetzt in einem Schreiben an Ratsherr Arno Jahner (SPD) ins Spiel. Der Ratsherr hatte die Stadtverwaltung im vergangenen Herbst schriftlich aufgefordert, die Aufhebung des Zwei-Richtungs-Radweges vor dem Schulzentrum in Faldera wieder aufzuheben (wir berichteten). Die Neuregelung habe sich nicht bewährt und gefährde sogar Schulkinder auf ihrem täglichen Weg zur Schule, statt den Schulweg sicherer zu machen.

Die Stadt hatte genau umgekehrt argumentiert: Weil die Schüler ihre Schule auf dem vergleichsweise schmalen Radweg vor der Zufahrt zur Franz-Wieman-Straße aus zwei Richtungen ansteuern, kam es hier besonders vor und nach der Schule immer wieder zu gefährlichen Begegnungen und Beinahe-Unfällen. Auf Wunsch der Polizei hob die Stadt den Zwei-Richtungs-Verkehr auf. Seither darf der Radweg nur noch stadtauswärts befahren werden. Fahrradschüler, die ihre Schule aus Richtung Ukerplatz ansteuern, müssen jetzt auf der Fahrbahn oder dem Bürgersteig auf der gegenüberliegenden Seite fahren. Vor allem viele Eltern halten das wegen der zahlreichen Ausfahrten, Hindernisse und nur mangelhaften Bordsteinabsenkungen für gefährlich. Im Dezember überreichten sie im Rathaus über 700 Unterschriften, mit denen sie eine Nachbesserung anmahnten.

Verkehrsplaner Michael Köwer räumte gestern ein, dass die bestehende Regelung nicht optimal sei, weil es sowohl vor als auch hinter dem strittigen Straßenabschnitt bereits einen Radweg gebe. Es mache daher grundsätzlich Sinn, die etwa 1,2 Kilometer lange Lücke zu schließen, sagte Köwer. Allerdings: Nach den neuen Bestimmungen müsste der kombinierte Rad- und Gehweg mindestens 3,50 Meter breit ausfallen (2 Meter für Radler, 1,50 Meter für Fußgänger. Da der bestehende Bürgersteig nur 2,90 Meter breit ist, müsste er völlig neu aufgebaut werden. „Wir prüfen derzeit, ob das technisch darstellbar ist und mit welchen Kosten das verbunden wäre“, sagte Köwer. Entscheiden müsste dann die Ratsversammlung.

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