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Stadtplanung : Stadt plant Raststätte im Logistikpark

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Filetstück“ neben der Autobahn wird im Höchstbieterverfahren ausgeschrieben / 24-Stunden-Service soll das Gewerbegebiet befruchten

Neumünster | An der Autobahn in Neumünsters Norden soll eine neue Tank- und Raststätte entstehen. Die Stadt will dafür ein 15 000 Quadratmeter großes Gelände im neuen Gewerbegebiet Nord in unmittelbarer Nähe zur A 7 zum Verkauf ausschreiben. Das als Filetstück geltende Areal soll im Höchstgebotsverfahren an einen potenziellen Investor vergeben werden. Die Ausschreibung startet in diesen Tagen.

Das Angebot ist an strenge Auflagen gebunden: So soll die neue Raststätte nach den Vorstellungen der Stadt mindestens 20 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze stellen und einen durchgehenden 24-Stunden-Betrieb gewährleisten. Darüber hinaus soll der Investor einen Infopunkt für das Tourismusbüro der Stadt zur Verfügung stellen. Für „wünschenswert“ halten die Ausschreiber außerdem eine Autogas- und eine Elektro-Tankstelle, einen Kinderspielplatz und eine Entsorgungsstation für Wohnmobile.

Nach den Vorstellungen der Stadtplaner könnte die Raststätte in exponierter Lage der Stadt unmittelbar neue Besucher zuführen, vor allem aber das neue Logistik-Gewerbegebiet als Service- und Versorgungsstation befruchten. Kleiner Haken für mögliche Investoren: Weil die Raststätte über die neue Anbindung an den Autobahnzubringer erschlossen werden soll (siehe Karte), könnte die Anlage frühestens 2016 an den Start gehen. Eine unmittelbare Zufahrt zur Autobahn gibt es nicht.

Die Zufahrtsrampe ins künftige Gewerbegebiet (direkt gegenüber der Autobahnauffahrt Richtung Norden) hat in den vergangenen Wochen zwar kräftig Konturen gewonnen, muss aber jetzt erst einmal längere Zeit ruhen. „Wir haben zwar eine gute Bodenverdichtung,aber der Sandkörper muss sich weiter setzen, bevor wir mit dem eigentlichen Straßenbau beginnen können“, erläuterte Gundula Schuhmacher vom Fachbereich Tiefbau gestern das weitere Vorgehen. Damit der Verkehr auf dem Zubringer in der Wartezeit nicht durch Sandverwehungen behindert wird, wird die Rampe bis zum Herbst mit einem Textilvlies abgedeckt. Ende 2015 soll die neue Zufahrt dann fertig sein.

Derzeit sind die Tiefbauer in dem künftigen Logistikpark vor allem mit der Kanalisation und Wasserregulierung beschäftigt. Ab der kommenden Woche soll parallel zur Rendsburger Straße eine Schmutzwasserleitung bis an das bestehende Kanalnetz in der Gartenstadt verlegt werden.

Auf Neumünsters jüngstem Gewerbegebiet im Winkel zwischen Rendsburger Straße, A 7 und dem Autobahnzubringer (L 328) will die Stadt in den kommenden Jahren bevorzugt größere Unternehmen aus der Logistikbranche ansiedeln. Mehrere 1000 Arbeitsplätze könnten auf dem 60 Hektar großen Gelände entstehen. Nach Auskunft der Stadt sind bislang rund 40 000 Quadratmeter vermarktet. Man stehe jedoch mit mehreren Interessenten in Verhandlungen, die die Anforderungen der Stadt an Arbeitsplätze erfüllen würden, sagte gestern Heidemarie Schwäke vom Fachdienst Stadtplanung und Erschließung.

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erstellt am 14.Mai.2014 | 06:30 Uhr

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