Neumünster : Stadt plant Klimaschutz-Konzept

Die Umwelt steht im Fokus: Um die ersten Schritte zum lokalen Klimaschutz gehen zu können, ist Hilfe nötig – auch in Neumünster.
Die Umwelt steht im Fokus: Um die ersten Schritte zum lokalen Klimaschutz gehen zu können, ist Hilfe nötig – auch in Neumünster.

Die künftige Stadtentwicklung in Neumünster soll sich stärker an Umwelt-Aspekten ausrichten.

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14. März 2018, 11:00 Uhr

Starkregen, Hochwasser oder Orkane wie „Xaver“ und „Christian“: Auch in Neumünster machen sich die Folgen des Klimawandels immer öfter bemerkbar. Die Ratsversammlung beschloss schon im September 2015 ein „Integriertes Klimaschutzkonzept für Neumünster“. Dieses will die Stadt nun forcieren. Der Planungs- und Umweltausschuss soll heute Abend in öffentlicher Sitzung (Beginn: 17.30 Uhr im Neuen Rathaus, Zimmer 2.5/2.6) die Verwaltung beauftragen, einen Antrag auf Förderung des Teilkonzeptes „Klimagerechtes Flächenmanagement“ zu stellen.

Für die Stadt ist dies ein wichtiger Schritt, um ihre stadtenwicklungspolitischen Ziele zu verwirklichen und „um auch langfristig die Attraktivität und Lebensqualität Neumünsters zu sichern“, heißt es in der Begründung der Vorlage. Dies beinhalte, qualitativ hochwertige Lebens- und Wohnräume, Einzelhandels- und Gewerbestandorte zu schaffen, eine leistungsfähige Verkehrsin-frastruktur zu gewährleisten und eine intakte Natur zu erhalten. Das Konzept habe zum Ziel, „mehrere Optionen siedlungsstruktureller Veränderungen vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und der Klimaanpassung von Flächen an die Folgen des Klimawandels zu prüfen“.

Konkret sollen bei Neubauten in der Stadt klimatische und lufthygienische Belange stärker berücksichtigt werden. Frischluftschneisen wie die Grünachsen im Bereich der Biotopverbundachsen und Gewässerverläufe müssen demnach künftig großflächiger als bisher betrachtet werden. Als Beispiel wird das Entwicklungsgebiet der Messeachse genannt. Hier würden sich durch „eine integrative Betrachtung von Stadtentwicklung und Klimaanpassung“ Chancen für die Vernetzung von Grünstrukturen von der Innenstadt bis in den Norden Neumünsters ergeben. Auch für das bestehende Quartier Buddestraße sowie das künftige Fördergebiet Wrangelstraße erhofft sich die Stadt mit dem Konzept Ansatzpunkte für eine klimagerechte Aufwertung der Räume. Die Themen Klimaanpassung und klimagerechtes Flächenmanagement werden auch in der Unterarbeitsgruppe „Klimaanpassung“ der Metropolregion Hamburg bearbeitet.

Stimmt der Ausschuss zu, werden für die Vorbereitung der Antragstellung zunächst Kosten von rund 6500 Euro fällig. Die Verwaltung schlägt für die Ausarbeitung ein Hamburger Büro vor. Der geplante Klimaschutzbeauftragte der Stadt könne diese Aufgabe nicht übernehmen, da er „zum Zeitpunkt der Aufstellung des Klimaschutzkonzeptes nicht im Vordergrund stand“, so die Begründung aus dem Rathaus. Insgesamt ist man dort optimistisch, Mittel zu erhalten. Das Konzept wird mit knapp 60 000 Euro veranschlagt. Haushaltsmittel in Höhe von knapp 30 000 Euro für das Erstellen des Konzeptes stehen im zuständigen Fachdienst bereit.

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