zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 19:03 Uhr

Wittorf : Stadt plant breitere Radwege

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Mindestmaß von 1,5 Metern wird als zu eng angesehen. Als Alternative zu einer Verbreiterung sind auch Schutzstreifen im Gespräch.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Neumünster | Michael Köwer hat derzeit gut zu tun. Der Stadtplaner ist nahezu täglich auf einer anderen Stadtteilbeiratssitzung zu Gast, um den Beiratsmitgliedern und Bürgern einen Überblick über das Radwegenetz in ihrem Stadtteil zu geben. Am Donnerstagabend berichtete er in Wittorf über den aktuellen Stand und die weiteren Planungen, an denen die Bürger beteiligt werden sollen.

„Bedienstete der Stadt haben alle Radwege abgefahren und anschließend die Breite, den Oberflächenzustand und die Beschilderung der Wege bewertet“, erläuterte er. Die Straßenverkehrsordnung schreibe eine Mindestbreite von 1,5 Metern vor, aber das sei sehr eng. Die Stadt strebe deshalb 2,1 Meter breite Radwege an. Wo das nicht möglich sei, könnten sogenannte Schutzstreifen eingeführt werden, sagte der Stadtplaner. „In der Mühlenstraße hat sich so ein Streifen bereits bewährt“, ergänzte die Vorsitzende des Stadtteilbeirats, Sabine Krebs. „Und deshalb sollte im Zuge der Deckschichtarbeiten in der Lindenstraße der Schutzstreifen stadteinwärts weitergeführt werden“, schlug ein Bürger vor.

Michael Köwer nahm den Vorschlag gerne auf. Der Stadt sei es wichtig, Stadtteilbewohner früh an der Planung zu beteiligen und so die Zahl der Unfälle mit Fahrrädern möglichst gering zu halten. In den letzten dreieinhalb Jahren gab es in Wittorf 21 Unfälle, in die Radfahrer verwickelt waren.

Auch die Zahl der Radler würden die Verantwortlichen der Stadt gerne erhöhen. Vor zwei Jahren erledigten 26 Prozent der Neumünsteraner ihre innerstädtischen Wege zu Fuß, 16 Prozent nahmen das Rad, 6 Prozent nutzten den öffentlichen Nahverkehr und 52 Prozent fuhren mit dem eigenen Pkw. „Wenn man bedenkt, dass 50 Prozent der Wege zwischen einem und drei Kilometern von den Neumünsteranern mit dem Pkw zurückgelegt werden, obwohl die Stadt ein durchgehendes Radwegenetz hat, sollte man die Fahrrad-Nutzung attraktiver machen“, sagte Michael Köwer.

Wer Kritik oder Verbesserungsvorschläge hat, kann sich an die Stadtverwaltung wenden. Per Post: Stadt Neumünster, Fachdienst Stadtplanung und Stadtentwicklung, Verkehrsplanung, Brachenfelder Straße 1-3, 24534 Neumünster oder per E-Mail: radverkehr@neumuenster.de mit dem Betreff „Wittorf“.

Kritik zu einem ganz anderen Thema gab es bereits am Donnerstag. Der Stadtteilbeirat wirft der Verwaltung vor, auf offene Fragen nicht zu reagieren. 15 offene Punkte, die teilweise zwei Jahre zurückliegen, zählte Sabine Krebs auf: Vom zugesagten Austausch maroder Bänke über das Parkproblem Ochsenweg/Oderstraße bis hin zum Zebrastreifen Pingelstieg. „Bis jetzt gab es keine Stellungnahme der Verwaltung“, kritisierte sie. Der Stadtteilbeirat beschloss deshalb einstimmig, dem Oberbürgermeister die Beschlusskontrolle persönlich zu übersenden, um die von Tauras zugesagte zügige Bearbeitung der Beschlüsse und Einwohnerfragen zu thematisieren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen