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Geld vom Land : Stadt Neumünster will viele Schultoiletten jetzt sanieren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Land gibt gut 476.000 Euro - doch nur an Kommunen, die schnell einen Antrag fertig bekommen. In Neumünster soll keine Schule leer ausgehen.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2017 | 08:15 Uhr

Neumünster | Sofern sie nicht schon neu sind, werden jetzt die Sanitärräume in den Schulen Neumünsters saniert. Die Stadt will in den kommenden zwei Wochen ihren Anteil von gut 476.000 Euro aus dem Zehn-Millionen-Euro-Sofortprogramm der Landesregierung zur Beseitigung von Mängeln in Schultoiletten komplett abrufen.

Das Programm hatte der Landtag am letzten Sitzungstag der Wahlperiode im März über einen Nachtragshaushalt für alle Kommunen in Schleswig-Holstein freigegeben. Die Antragsfrist ist dabei knapp bemessen. Sie läuft seit vergangenen Mittwoch und nur noch bis zum 10. Mai.

„Weil dieser Zeitraum so kurz ist, kann keine weitergehende Beteiligung der Politik erfolgen, um das fristgerechte Abrufen der Fördergelder nicht zu gefährden“, sagt Stadtsprecher Stephan Beitz. Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss werde aber regelmäßig zu geplanten Sanierungen informiert.

Beitz verspricht: „Es geht keine Schule leer aus.“ Die Stadt habe bereits in den vergangenen Jahren den größten Teil der Sanitäranlagen in den Einrichtungen modernisiert und in Schuss gebracht. Mit dem zusätzlichen Geld werde nun diese Arbeit nach Prioritätenliste weitergeführt. „Die Schulen melden ihren Bedarf bei den Baubegehungen an, die alle zwei Jahre stattfinden“, so der Stadtsprecher.

Gebaut werden soll in Kürze unter anderem an der Gemeinschaftsschule Brachenfeld und an der Pestalozzischule, jeweils in den Sanitärräumen der Sporthalle. An der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule steht das WC im Hauptgebäude auf der Liste. In der Elly-Heuss-Knapp-Schule an der Carlstraße ist die WC-Anlage im Gebäude 2 dran. Und an der Grund- und Gemeinschaftsschule in Einfeld warten die Toiletten und Duschen an den Umkleiden. „Ob noch weitere Maßnahmen angemeldet werden können, wird noch geklärt“, so Stephan Beitz.

Er appelliert zugleich an die Schulen, für eine bessere Aufsicht zu sorgen. „Vandalismus in größerem Ausmaß haben wir an den Schulen zwar nicht. Vielmehr sind es in erster Linie Verunreinigungen. Das Entgegenwirken von Vandalismus ist aber eine Frage der Beaufsichtigung“, sagt Beitz.

Wenn die Stadt die gesamte Fördersumme abruft, muss sie maximal knapp 120.000 Euro selbst zuschießen. So hoch ist der Eigenanteil in dem Förderprogramm.

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