Neues Baugebiet neben Flüchtlingsunterkunft : Stadt Neumünster kauft ehemalige Scholtz-Kaserne

Die ehemalige Scholtz-Kaserne aus der Vogelperspektive:  Oben ist  der Haart zu erkennen. Die Stadt hat jetzt den südlichen Teil des ehemaligen Kasernengeländes gekauft. Auf der 8,5 Hektar großen Fläche sollen  neue Ein- und Zweifamilienhäuser, gegebenenfalls auch Reihenhäuser entstehen.
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Die ehemalige Scholtz-Kaserne aus der Vogelperspektive: Oben ist der Haart zu erkennen. Die Stadt hat jetzt den südlichen Teil des ehemaligen Kasernengeländes gekauft. Auf der 8,5 Hektar großen Fläche sollen neue Ein- und Zweifamilienhäuser, gegebenenfalls auch Reihenhäuser entstehen.

Die 85.000 Quadratmeter große Brache südlich der zentralen Flüchtlingsunterkunft in Neumünster soll für Wohnhäuser reserviert werden.

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28. September 2013, 08:00 Uhr

Potenzielle Bauherren, die in der Stadt nach attraktiven Bauplätzen suchen, dürfen wieder hoffen: Die Stadt hat dem Bund den südlichen Teil der ehemaligen Scholtz-Kaserne am Haart abgekauft.

Die etwa 85.000 Quadratmeter große Fläche, die südlich an die zentrale Flüchtlingsunterkunft und das Landesamt für Ausländerangelegenheiten grenzt, soll für Wohnbebauung reserviert werden. Das gab Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras am Donnerstagabend im Bauausschuss bekannt. Den Kaufpreis nannte Tauras nicht. Er hatte den Handel mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) ohne Rückendeckung der Selbstverwaltung eingefädelt. Nach den Spielregeln der Hauptsatzung kann er als Verwaltungschef Kaufabschlüsse bis zu einer Gesamtsumme von 375.000 Euro allein entscheiden. Der Kaufpreis liege jedoch erheblich unterhalb dieser Grenze, sagte der OB gestern auf Nachfrage des Couriers.

Trotz der überraschenden Bekanntgabe im Bauausschuss kommt der Kauf für Insider nicht überraschend. Die Stadt liebäugelt bereits seit Jahren mit dem Kauf des seit 1997 leerstehenden Kasernengeländes. Die Brache gilt aufgrund seiner günstigen, innenstadtnahen Lage als innerstädtisches „Filetstück“. Erste Pläne für die Umwandlung des Geländes in ein Baugebiet hat die Stadt seit längerem in der Schublade. Verhandlungen über den Kauf waren dem Vernehmen nach in der Vergangenheit aber wiederholt an den Preisvorstellungen der Bima gescheitert. Jetzt rechne sich der Kauf trotz der anstehenden Geländesanierung, sagte der OB.

Erst vor drei Jahren hatte die Stadt der Bundesanstalt ein benachbartes Grundstück im Winkel zwischen Stör- und Frankenstraße abgekauft. Die 16 Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser waren innerhalb weniger Monate vergeben.

Das jetzt erworbene Gelände geht nach Auskunft der Stadt bereits zum 1. Oktober in städtischen Besitz über. Unmittelbar danach soll ein Bauleitverfahren eingeleitet werden. Die zehn Hallengebäude auf dem Gelände werden abgerissen, hieß es gestern aus der Verwaltung. Ob das noch zu sanierende Gelände ausschließlich mit Ein- und Zweifamilienhäusern oder auch mit Mehrfamilienhäusern überplant wird, ist derzeit noch offen.

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